Kategorie-Archiv: Erlebnisreisen

Das Stadtviertel Praga in Warschau – vom historischen Bezirk zum Szene-Treff

Bei einem Rundgang durch Praga fallen zuerst die historischen Bauten ins Auge, die zum Teil noch aus der Gründerzeit stammen. Geografisch gesehen liegt Praga auf der rechten Seite der Weichsel und war in den Anfangsjahren noch ein kleiner Vorort. Im Laufe der letzten Jahre hat sich Praga zu einem trendigen Bezirk entwickelt, der einen ganz besonderen Charme zu bieten hat. Es gibt viele kleine Läden, Bars und angesagte Clubs. Dazwischen mischen sich immer wieder geschichtlich interessante Sehenswürdigkeiten, wie etwa:

  • St. Maria Magdalena Kirche: Diese schöne Kirche wurde Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und besticht durch den typisch orthodoxen Baustil. Im Inneren ziehen die verschiedenen Ikonen-Nachbildungen viele Blicke auf sich.
  • Bazar Rozyckiego: Er ist einer der ältesten Märkte der Stadt, der bereits vor mehr als 100 Jahren eröffnet worden ist. Hier bekommt man an den verschiedenen Ständen einfach alles, was das Herz begehrt. Gerade Kleidung oder auch Schuhe werden günstig angeboten.

Und noch ein Ausflugsziel liegt in Praga, das sich auch für Familien eignet. Der Warschauer Zoo beherbergt bis zu 500 Tierarten aus der ganzen Welt und erstreckt sich über eine Fläche von mehr als 40 Hektar. Besucher haben beispielsweise Gelegenheit, den einzigen Sandtigerhai des Landes zu bewundern.

Einst drehte Polanski in den Straßen von Praga

Im Jahre 2002 war es soweit und Roman Polanski drehte Teile seines Films Der Pianist in dem Stadtbezirk. Dies ließ Praga bekannter und beliebter werden. Die Jahre zuvor wurde der Name Praga noch mit Begriffen wie Rotlichtviertel und hoher Kriminalitätsrate verbunden. Heutzutage ist Praga zu einem kulturellen Zentrum von Warschau geworden. Bekannte Attraktionen sind beispielsweise:

  • Fabryka Trzciny: Ein modernes Kulturzentrum, in dem Ausstellungen, Lesungen und auch Theateraufführungen stattfinden. Es gibt mehrere Bars und auch ein eigener, eleganter Nachtclub ist in den ehemaligen Fabrikhallen untergebracht.
  • Porto Praga: Hier trifft sich die Szene in Praga, was nicht nur mit den exzellenten Cocktails und Longdrinks zusammenhängt. Die entspannte Atmosphäre regt zu anregenden Gesprächen an und es bietet sich immer wieder die Gelegenheit, neue Leute kennenzulernen.

Ein weiteres Highlight in Praga, über die Stadtgrenzen hinaus bekannt, ist die Wedel Schokoladenfabrik. Auf dem weitläufigen Fabrikgelände wird bis heute die berühmte, polnische Schokolade hergestellt.

Auch gastronomisch gesehen ist Praga einen Besuch wert

Fast an jeder Ecke findet man in Praga gemütliche Restaurants oder elegante Bars, in denen zum Teil polnische Spezialitäten angeboten werden. Im Stadtteil Praga befindet sich etwa eine der beliebtesten und besten Milchbars von Warschau. In der Milchbar Rusalka gibt es polnische Gerichte, wie etwa Piroggen oder polnische Klöße. Typische Spezialitäten der polnischen Küche sind beispielsweise:

  • Bigos: Diese Art von deftigem Eintopf ist aus der polnischen Küche nicht mehr wegzudenken. Hauptzutaten sind Sauerkraut, Fleisch und Pilze. Auch diverse Gemüsesorten können hinzu gegeben werden.
  • Zurek: Diese Suppe wird traditionell aus Roggenbrot gemacht, das gegoren ist und für die spezielle Geschmacksnote sorgt. Auch Fleisch, Wurst und Speck sind in der Suppe enthalten. Dazu wird meist Baguette oder Fladenbrot gereicht. In vielen Restaurants wird Zurek in einem Brotkorb gereicht.

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Sibirien – wissenswerte Fakten über ein großes Gebiet

Wohl kaum ein Reisender wird es schaffen, das komplette Gebiet von Sibirien zu durchqueren. Dafür sind die Ausdehnungen einfach zu groß. Beginnend im Ural dehnt sich Sibirien bis an den Pazifischen Ozean aus. Ähnlich groß ist dadurch auch der Zeitunterschied, der von Moskau bis an die östliche Küste bei acht Stunden liegt. Weitere interessante Details zu Sibirien auf einen Blick:

  • das Klima ist kontinental geprägt (in manchen Teilen sind Temperaturen bis zu -70° C keine Seltenheit)
  • mehrere Vegetationszonen, wie etwa Tundra, Taiga, Waldtundra oder Steppe
  • mehr als 6 Millionen km²sind permanent von Dauerfrost betroffen
  • zahlreiche Bodenschätze lassen sich in Sibirien finden, etwa Erdöl, Diamanten oder Wolfram

Neben der Transsibirischen Eisenbahn gibt es noch andere Eisenbahnlinien, die eine wichtige Rolle in Sibirien spielen. Dazu zählen beispielsweise die Mittel- und Südsibirische Eisenbahn. Urlauber müssen also nicht zwangsläufig ein Auto mieten, sondern können auch auf die Schienen ausweichen. Manche Regionen können sowieso nur, aufgrund ihrer abgeschiedenen Lage, mit dem Flugzeug erreicht werden.

Visa für Sibirien am besten über eine Reiseagentur beantragen

 Ein Touristenvisa ist für Reisen nach Sibirien unerlässlich und es sind verschiedene Dinge notwendig, um dieses zu beantragen. Neben einem gültigen Reisepass und einem Passbild muss auch der Nachweis über eine Krankenreiseversicherung vorgelegt werden. Außerdem müssen Urlauber ihre Rückkehrwilligkeit versichern. Die Beantragung eines Touristenvisa ist also mit einem teils großen Aufwand verbunden.

Wer diesen vermeiden möchte, kann sich an eine Reiseagentur wenden, welche sich auf Russland-Reisen spezialisiert hat. Das Visa wird gegen eine geringe Gebühr beantragt und, gemessen am Aufwand, ist dies sicherlich der einfachere Weg. Zudem erspart man sich den Gang in das russische Konsulat. Ein Touristenvisa hat dann eine Gültigkeit von drei Monaten, die nur in Ausnahmefällen verlängert werden kann.

Sibirische Sehenswürdigkeiten, die in fast keinem Reiseführer Erwähnung finden

Natürlich gibt es etliche Reiseführer, die sich mit Thema Sibirien beschäftigen. Aber meist werden darin nur die großen, leicht erreichbaren Attraktionen der Region genannt. Es gibt aber noch viel mehr zu entdecken, meist in entfernten Gebieten gelegen. In Sibirien lohnt es sich manchmal, etwas abseits des Weges zu suchen. Gerade die Gegend rund um Nowosibirsk steckt voller geheimer Orte und wunderschöner Plätze, welche den meisten Touristen eher unbekannt sind. Dazu gehören etwa:

  • Botanischer Garten von Akademgorodok: Zugegebenermaßen ist es kein normaler, botanischer Garten, sondern vielmehr eine verwunschene Naturlandschaft. Der weitläufige Park ist an vielen Stellen völlig sich selbst überlassen und Besucher können sehen, wie die Natur sich ihren Weg durch so manch liebevoll gepflegtes Beet sucht. Interessant ist in jedem die Vielfalt an Baumarten, die in diesem botanischen Garten wächst.
  • Museum der Birkenrinde: Allein das urige Holzhaus, in dem das Museum untergebracht ist, lohnt schon einen Besuch. Aber auch die vielseitige Sammlung kann sich sehen lassen. Gezeigt werden Kunsthandwerksarbeiten, die ausnahmslos aus Birkenrinde gefertigt wurden. Die Auswahl reicht über Becher und reich verzierte Dosen bis hin zu religiösen Ikonen. Bei Führungen durch das Museum erfahren Besucher zudem noch etwas mehr über die Birkenrinde und ihre Geschichte.

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Die traditionelle Küche Sibiriens – eine völlig neue Geschmackswelt erleben

Die sibirische Küche ist über die Jahrhunderte weg durch viele Einflüsse geprägt worden. In vielen Regionen herrscht beispielsweise ein sehr raues Klima, das sich auch in der kulinarischen Vielfalt zeigt. In den dünn besiedelten Waldregionen sind bis heute Wild- und auch Fischgerichte an der Tagesordnung. Typische traditionelle Speisen Sibiriens sind etwa:

  • Pelmeni: Diese sibirische Maultaschenform wird in ganz Russland serviert und kann sowohl als alleinige Mahlzeit oder als Einlage in der Suppe gegessen werden. Im Inneren der kleinen Taschen verbirgt sich eine würzige Hackfleischfüllung und nach dem Formen werden Pelmeni in einer kräftigen Fleisch- oder Gemüsebrühe gekocht.
  • Omul: Ein Fisch, den es nur im Baikalsee gibt. Dieser kommt in verschiedenen Abwandelungen auf den Tisch, etwa als krosser Grillfisch oder als zarte, dampfgegarte Variante. Auf unnötige Zugabe von Gewürzen wird dabei verzichtet. Lediglich etwas Salz unterstreicht den interessanten Eigengeschmack des Omuls.
  • Blini: Die Pfannkuchen sind wohl eine der berühmtesten Speisen, die man aus der sibirischen Küche kennt. Sie können einfach nur mit saurer Sahne oder mit verschiedenen Sachen gefüllt werden. Zu den Klassikern zählen Blinis mit Beeren oder Fleisch.

Auch im Bereich der Vorspeisen gibt es in Sibirien viele traditionelle Gerichte. Dazu gehören beispielsweise gesalzener Knoblauch, getrocknete Fische und Taigabeeren.

Tee und Wodka dürfen bei einem echten sibirischen Essen nicht fehlen

Ein guter Wodka gehört in Sibirien einfach zur guten Esskultur dazu. Es gibt viele Anlässe, zu denen ein Glas getrunken werden kann. Ein weiteres Nationalgetränk, das in ganz Sibirien gerne und oft getrunken wird, ist Tee. Meist wird für die Zubereitung noch der traditionelle Samowar benutzt, in dem die starken Teesorten aufgebrüht werden. In Sibirien werden gerne schwarze Tees aus Indien getrunken. Nach der Zubereitung im Samowar wird der Tee dann noch auf die entsprechende Sorte verdünnt und mit Milch, Zucker oder auch Zitrone verfeinert. Dazu werden kleine Leckereien gereicht, wie etwa Konfekt oder süße Lebkuchen.

Nowosibirsk, Irkutsk und Co. – wo es die schönsten Restaurants in Sibirien gibt

Wer die traditionelle, sibirische Küche probieren möchte, sollte die kleinen Gasthäuser oder gemütlichen Restaurants aufsuchen. Gerade in den größeren Städten gibt es ein breit gefächertes, gastronomisches Angebot. Empfehlenswerte Adressen sind etwa:

  • Pechki-Lavochki in Nowosibirsk: In diesem traditionell gehaltenen Restaurant werden typische Speisen aus der russischen, beziehungsweise sibirischen Küche angeboten. Es liegt im Herzen der Stadt und ist eine der Vorzeigeadressen von Nowosibirsk. Gerade der Kvas ist im Pechki-Lavochki ein echtes Gedicht.
  • Restaurant Korchma in Irkutsk: Auf der Speisekarte stehen traditionelle Gerichte, die alle mit viel Liebe zubereitet werden. Die besondere Atmosphäre trägt ihr übriges zu einem unvergesslichen Erlebnis bei. Die kulinarische Erkundungstour wird von volkstümlichen Akkordeonklängen untermalt.

Neben den Restaurants in den großen Städten sind auch die Lokale rund um den Baikalsee sehr beliebt. Das Restaurant des Hotels Mayak etwa bietet seinen Gästen eine grandiose Aussicht auf den Baikalsee. Abgerundet wird das Erlebnis durch Fleisch- und Fischgerichte in vielen Variationen. Bei einem Besuch in Sibirien sollte man es also auf keinen Fall versäumen, auch kulinarisch mehr über die Region zu erfahren.

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Sibirien steckt voller schöner Plätze und interessanter Sehenswürdigkeiten

Das Land Sibirien ist größer als die gesamte USA und erstreckt sich auf einer Gesamtfläche von etwa 10 Millionen Quadratkilometer. Es ist in verschiedene Regionen unterteilt, die unterschiedlicher nicht sein können. Gleichzeitig ist es noch sehr dünn besiedelt. Auf einem Quadratkilometer leben statistisch gesehen 2,7 Menschen. Die Gesamteinwohnerzahl in ganz Sibirien liegt bei über 24 Millionen. Eine der Hauptverkehrsachsen ist das Gleisnetz der Transsibirischen Eisenbahn, um das sich herum der Großteil der Menschen angesiedelt hat. Große, bekannte Städte in Sibirien sind etwa:

  • Nowosibirsk: Diese Stadt ist eine der größten Städte Russlands, östlich des Uralgebirges gelegen. Sie ist eine wichtige Station an der Strecke der Transsibirischen Eisenbahn, was sie auch wirtschaftlich gesehen zu einem wichtigen Zentrum gemacht hat. Charakteristisch für Nowosibirsk sind die Häuser, die gestreng nach den Vorbildern des Konstruktivismus errichtet worden sind.
  • Omsk: Die Stadt liegt am Zusammenfluss von zwei Strömen, Om und Irtysch, und zählt zu den jüngeren Städten in Russland. Die Gründung erfolgte im Jahr 1716 und die Altstadt zeigt eine stilistische Mischung aus mehreren Epochen.

Aber auch die Landschaft von Sibirien hat ihre ganz eigenen Besonderheiten zu bieten, die bei einer Rundreise in aller Ruhe erkundet werden können.

Der Baikalsee – ältester und tiefster Süßwassersee auf der ganzen Welt

Mitten im südsibirischen Gebirge liegt einer der bekanntesten und spektakulärsten Seen der Welt. Der Baikalsee misst an seiner tiefsten Stelle 1.642 Meter und entstand wahrscheinlich vor rund zwei Millionen Jahren. Die Baikalregion zählt bereits seit mehreren Jahren zum UNESCO Weltnaturerbe und wird entsprechend geschützt. Dies hängt zum Teil auch mit der vielseitigen Tier- und Pflanzenwelt zusammen. So gibt es im Baikalsee eine spezielle Robbenart, die nur in dieser Region vorkommt. Die Baikalrobbe ist relativ klein und lebt ausschließlich im Süßwasser. Weitere Attraktionen rund um den Baikalsee sind:

  • Irkutsk: Die Universitätsstadt am Baikalsee ist ein wichtiges, wissenschaftliches Zentrum in der Region. Auch diese Stadt liegt entlang der Strecke der transsibirischen Eisenbahn. Wahrzeichen von Irkutsk ist die Erlöser-Kirche, die im Jahre 1723 erbaut wurde.
  • Baikalsk: Diese Stadt am südlichen Ufer des Baikalsees ist auch ein wichtiges, alpines Zentrum der Region. Ganz in der Nähe erhebt sich der Berg Sobolinaja, ein Mekka für Ski-Fans aus ganz Russland. Schnee gibt es hier von November bis Mai.

Ulan Ude – ein Besuch in der Hauptstadt der Burjatischen Republik lohnt sich

Über 300 Kilometer von Irkutsk entfernt liegt das Städtchen Ulan Ude, in dem rund 360.000 Menschen leben. Gerade das Zentrum der Stadt lässt einen Besuch so attraktiv erscheinen. Überall gibt es kleine, liebevoll gestaltete Parks, in denen sich gerade in den Sommermonaten das Leben abspielt. An warmen Tagen kann man Schachspielern über die Schulter schauen, selber Mühle oder Boccia spielen oder einfach nur ausgiebige Spaziergänge unternehmen. Ein weiteres Highlight in Ulan Ude ist das historische Erbe. In Ulan Ude steht beispielsweise der größte Leninkopf weltweit, ganz in der Nähe der burjatischen Nationaloper. Dank seiner vielen Kulturstätten hat die Stadt auch einen abwechslungsreichen Veranstaltungskalender zu bieten. So bunt, lebendig und farbenfroh präsentiert sich Sibirien in vielen Teilen.

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Holzknechtmuseum in Ruhpolding – Das Leben der Waldarbeiter im Fokus

Seit dem Jahr 1988 gibt es nun schon das Holzknechtmuseum im bayerischen Ruhpolding. Doch, was verbirgt sich eigentlich genau hinter diesem Namen? Als Holzknechte wurden in früheren Zeiten die Waldarbeiter oder auch die Forstwirte bezeichnet. Im Museum können Besucher mehr über deren Leben und Arbeit erfahren. Im Blickpunkt steht dabei unter anderem der gefährliche Aspekt der Arbeit im Wald. Oft haben die Arbeiter auf dem Gebiet der Traunsteiner Salinen ihr Leben riskiert. Dies wird anschaulich im Holzknechtmuseum verdeutlicht. Insgesamt gibt es zwei Museumsgebäude, über die sich die Ausstellungen verteilen.

Rund um das Museum gibt es noch ein großes Freigelände, das sich über eine Gesamtfläche von mehr als 30.000 m²erstreckt. Auch dort stehen die Holzknechte im Fokus und es werden beispielsweise Transportschlitten oder andere Gerätschaften gezeigt. Auch die Original Holzknechthütten können auf dem großen Gelände bestaunt werden.

Der Erlebnis-Pfad im Freigelände bietet Gelegenheit zum Innehalten

Besucher des Holzknechtmuseums in Ruhpolding müssen nicht befürchten, im Freigelände die Orientierung zu verlieren. Es gibt einen Erlebnis-Pfad durch das Freigelände, der an den wichtigsten Stationen vorbeiführt. Auch die Original-Hütten stehen als Punkte auf der Karte, ebenso wie:

  • Der Bergwald: Hier können Besucher mehr über das ökologische System in den Bergen erfahren und etwa erleben, wie eine Alm bewirtschaftet wird. Auch ein kleiner Schutzwald ist angelegt worden. Zu den Themen im Bergwald zählen außerdem Heilmittel, Hygiene und Holzbringung mit der sogenannten Loite.
  • Leben im Dorf: Auch in diesem Abschnitt werden interessante Bereiche aus dem Leben der Holzknechte dargestellt. Im Wimmer-Zuhaus können Besucher einen Einblick in den Alltag der Arbeiter erhaschen, während sich im Bauerngarten alles rund um die Ernährung dreht. Auch ein altes Backhaus kann besichtigt werden.
  • Holznutzung: Die Saline Traunstein spielt hier eine große Rolle und es wird gezeigt, wie das Holz weiter verarbeitet wurde. Weitere Stationen sind die mobile Säge oder das Wasserrad.

Im Holzladen werden Souvenirs aller Art angeboten

Nicht nur der lehrreiche Aspekt spielt im Holzknechtmuseum eine Rolle. Wer Lust hat, kann auch einen kleinen Einkaufsbummel im Museumsladen machen. Es gibt, passend zum Thema, beispielsweise zahlreiche Holzwaren, die mit viel Liebe zum Detail gedrechselt worden sind. Auch regionale Kräuterprodukte werden in dem kleinen Museumsladen angeboten.

Ein Besuch des Holzknechtmuseums mit Kindern ist auch kein Problem. Es gibt, ausgerichtet auf die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen, ein spezielles, pädagogisches Konzept. Bei Führungen oder interessanten Workshops werden die kleinen Gäste spielerisch an das Thema Holzknechte herangeführt. Dabei bietet sich auch die ein oder andere Gelegenheit, die Arbeit eines Holzknechtes selber zu probieren. Die verschiedenen Führungen oder Workshops stehen meist unter einem speziellen Oberbegriff, wie etwa:

  • Kleine Holzdetektive unterwegs: Für Kinder bis 7 Jahre geeignet, die bei einem spannenden Suchspiel das Museum auf ihre Weise erkunden können.
  • Holzknecht-Amulett: Bei diesem Workshop können die kleinen Besucher ihr eigenes Amulett aus Holz herstellen. Bohren und Schleifen sind also ausdrücklich erlaubt.

Das Holzknechtmuseum mitten in den Chiemgauer Alpen ist ein ganz besonderer Ort, an dem man viel sehen, erleben und auch lernen kann.

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Schwarzwald – Eine der größten Urlaubsregionen in Deutschland

Über eine Gesamtfläche von mehr als 11.000 km²erstreckt sich der Schwarzwald, bis hin zur schweizerischen Grenze. Die Region gehört zu den beliebtesten Ferienregionen der Deutschen und bietet, alleine schon wegen ihrer Größe, für jeden etwas. Wanderer oder Trekkingfans treffen hier auf ein ausgedehntes Wegenetz. Städtereisende können mehr über die Kultur rund um Rhein und Neckar erfahren. Beliebte Ausflugsziele sind etwa:

  • Baden-Baden: Die Stadt liegt im nördlichen Schwarzwald und ist wegen ihres milden Klimas zum Heilbad ernannt worden. Gleichzeitig bietet Baden-Baden seinen Besuchern aber auch eine kulturell vielseitige Landschaft. Hier gibt es das große Festspielhaus, liebevoll gestaltete Parks oder die luxuriös anmutende Caracalla Thermenanlage.
  • Donaueschingen: Genau hier entspringt die Donau, was dem kleinen, beschaulichen Städtchen auch seinen Namen eingebracht hat. Die Residenzstadt im südlichen Schwarzwald hat sich ihr architektonisches Erbe erhalten können und so erwartet die Besucher ein Stilmix aus Jugendstil und Co. Über die Jahre hinweg ist Donaueschingen auch zu einem Mekka für Golfer geworden, dank einiger, wunderschöner Anlagen.

Eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Schwarzwalds ist der Feldberg, seines Zeichens höchster Berg der Ferienregion. Er ragt 1.493 Meter in den Himmel und es gibt zahlreiche Wege und Pfade, die auf den Gipfel führen. Im Winter verwandelt sich der Feldberg dann in ein Paradies für Skifahrer und Langläufer aus ganz Deutschland.

Mehr über die Kultur der Region Schwarzwald erfahren

Der Schwarzwald ist nicht nur ein reines Naturgebiet, das durch ein paar Städte und kleine Dörfer unterbrochen wird. In der Region Schwarzwald wird das alte Brauchtum noch gepflegt und es gibt eine Reihe an Museen, in denen man mehr über die regionale Kultur erfahren kann:

  • Bergbaufreilichtmuseum Erzpoche: Nahe der Stadt Hausach findet man dieses interessante Museum, das Besuchern einen Einblick in die Bergbaukultur längst vergangener Zeiten gibt. Es wird beispielsweise gezeigt, wie früher Erz gefördert wurde oder wie die Erzwäsche funktionierte.
  • Dreiländermuseum Lörrach: Es ist das einzige Museum seiner Art, in dem die Beziehung zwischen den drei Ländern unter die Lupe genommen wird. Es gibt zahlreiche Ausstellungen, die regelmäßig zu sehen sind und durch Sondervorträge noch ergänzt werden.
  • Eisenbahnmuseum Schwarzwald: In diesem Museum kommen nicht nur die kleinen Besucher auf ihre Kosten. Gezeigt wird etwa die größte Spur 2-Sammlung, die es weltweit überhaupt gibt. Die liebevoll gestaltete Modelleisenbahnlandschaft erstreckt sich über eine Gesamtfläche von mehr als 740 m².

Auch kulinarisch ist der Schwarzwald eine Reise wert

Im Schwarzwald vereinen sich viele kulinarische Richtungen, welche die Region auf besondere Art bereichern. Dazu gehört beispielsweise das Weinland Baden, das für seine exzellenten Weine in der ganzen Welt bekannt ist. Zu den typischen Spezialitäten, die während eines Urlaubs im Schwarzwald probiert werden können, gehören:

  • Schwarzwälder Kirschtorte: Die süße Versuchung aus dunklem Biskuitboden, Kirschen und reichlich Sahne entstand genau in dieser Region. Kaum ein Café kommt ohne diese Tortenspezialität aus, die zusammen mit einer Tasse Kaffee ein echter Genuss ist.
  • Bubespitzle: Aus Mehl und Kartoffeln hergestellt, handelt es sich hierbei sozusagen um die Schwarzwälder Variante der italienischen Kartoffelklöße.

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Strand, Dünen und Meer – was die Ostsee ihren Urlaubern alles bieten kann

Die Ostsee gehört unweigerlich zu den beliebtesten Ferienregionen der Deutschen, was nicht zuletzt mit der vielfältigen Landschaft zusammenhängt. Hier kann man am Strand entspannen, endlose Spaziergänge durch die Dünen machen oder mehr über die interessante Kultur der Region erfahren. An manchen Stellen ist die Ostsee bis zu 459 Meter tief und hat ein Wasservolumen von rund 21.600 km². Beliebte Urlaubsorte sind etwa:

  • Kühlungsborn: Es ist das größte Ostseebad an der Mecklenburgischen Küste und wird, aufgrund seiner vielen Parks und Wälder auch als Grüne Stadt am Meer bezeichnet. Hier befindet sich auch eine der längsten Uferpromenaden von ganz Deutschland, die sich über eine Gesamtlänge von rund 4.800 Metern erstreckt. Im alten Stadtkern erwartet die Besucher dann die historische Villenarchitektur, die rund um die Jahrhundertwende so populär war.
  • Rostock: Die Hansestadt kann auf eine lange Geschichte zurückblicken, die sich in vielen Teilen bis heute zeigt. Bereits im Mittelalter war Rostock ein wichtiger Handelsumschlagplatz, was sich heute noch im Beinamen Tor zur Welt erahnen lässt. Ein Rundgang entlang der historischen Stadtmauer entführt Besucher in die Vergangenheit.

Ein weiteres Highlight in der Ostsee-Region ist die Insel Fehmarn, die jährlich viele Urlauber aus allen Teilen Deutschlands anzieht. Die Insel ist gerade wegen ihrer traumhaften Strände beliebt, die fast schon an die Karibik erinnern. Auch in der Hauptsaison findet sich hier meist noch ein ruhiges Plätzchen.

Ob Lübeck oder Kiel – die Ostsee-Region ist weltoffen und kulturell vielseitig

Neben den Ferienorten direkt an der Ostseeküste ziehen auch die vielen angrenzenden Städte Besucher an. Dazu gehört beispielsweise die Hansestadt Lübeck, welche die erste deutsche Stadt an der Ostsee war. Die Gründung von Lübeck erfolgte im Jahre 1143 und Jahrhunderte später erhielt die Stadt noch den Beinamen Königin der Hanse. Wahrzeichen von Lübeck ist das Holstentor und die gesamte Altstadt gehört seit Jahren zum UNESCO Weltkulturerbe.

Ein weiteres Highlight an der Ostsee ist Kiel, ihres Zeichens Landeshauptstadt von Schleswig-Holstein. Gegründet wurde Kiel Anfang des 13. Jahrhunderts und ist bis heute ein wichtiges wirtschaftliches sowie kulturelles Zentrum im Norden Deutschlands geblieben. Die Stadt liegt genau am Ende des viel befahrenen Nord-Ostsee-Kanals. Eine richtige Altstadt gibt es eigentlich nicht im Kiel, dafür erwartet die Besucher ein Stilmix aus verschiedenen Epochen. Abgerundet wird das Gesamtbild durch eine Reihe schöner Strände. Weitere empfehlenswerte Städte oder Seebäder an der Ostsee:

  • Stralsund: Das Tor zur Insel Rügen, so wird die Stadt Stralsund auch gerne genannt. Immerhin trennen nur wenige Kilometer Stralsund von der schönen Ostsee-Insel. Wer möchte, kann über einen Damm zur benachbarten Insel reisen. Das Zentrum von Stralsund wird bestimmt durch viele historische Bauten, die von der imposanten Marienkirche überragt werden.
  • Scharbeutz: Direkt an der Lübecker Bucht liegt dieses ehemals kleine Fischerdorf. Gerade bei Familien ist Scharbeutz beliebt, was mit dem wunderschönen Sandstrand zusammenhängt. Urlauber erwartet ein vielseitig aufgestelltes Freizeitangebot auf und am Wasser. Es gibt sogar ein eigenes Tauchsport-Zentrum sowie mehrere Surfschulen.

So abwechslungsreich präsentiert sich die Ferienregion Ostsee, die für jeden Geschmack und jedes Alter etwas zu bieten hat.

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Afrika-Karibik-Festival in Bayreuth – mehr über die afrikanische Kultur erfahren

Vom 17. bis 19. Juli ist es wieder soweit. Dann findet das 10. Afrika-Karibik-Festival in Bayreuth statt, ein buntes Musik- und Kulturspektakel. Im Mittelpunkt des Programms stehen wie jedes Jahr die Kultur Afrikas und der Karibik. Es gibt Konzerte, Shows und auch diverse Workshops, in denen Besucher mehr über die afrikanische und karibische Lebensart erfahren. Das Festival findet in der ganzen Innenstadt statt und das Zentrum verwandelt sich in ein großes Volksfest. Es wird getanzt und gefeiert, denn schließlich lautet das Motto: Wakadjo – Lass uns tanzen! Zu den Programm-Highlights der vergangenen Jahre zählten beispielsweise:

  • Pflanze deinen eigenen Baobab Baum: Ein Vortrag rund um den exotischen Baum, der viel mehr als ein normaler Baum ist. Und, wer danach noch etwas für zuhause haben wollte, konnte einen Topf mit Samen mitnehmen.
  • John Arcaduis: Dieser vielseitige Musiker vermischt traditionelle, afrikanische Klänge mit Blues und Jazz. So entstehen völlig neuartige Klangwelten, welche die Zuhörer in eine andere Welt entführen.
  • Teriba – a capella & percussion: Die Berliner Frauenband kann ihre Zuhörer nicht nur musikalisch in ihren Bann ziehen. Die drei Frauen entzünden auf der Bühne ein lebendiges, musikalisches Feuerwerk der Extraklasse.

Jedes Jahr wird das Festival etwas größer und bunter

An den drei Tagen des Afrika-Karibik-Festivals erfüllen besondere Klänge die Stadt. Direkt auf dem Stadtparkett steht eine große Bühne, auf der die verschiedenen Bands und Musikgruppen auftreten. Hauptveranstaltungsort ist allerdings die große Bühne am Ehrenhof, an der es jeden Abend einen Grund zu feiern gibt. Beim Afrika-Karibik-Festival sind die Zuschauer gefragt und können aktiv mitmachen. Wer sich beispielsweise gerne einmal in der Kunst des Samba-Tanzes versuchen möchte, kann dies auf dem großen Festival machen. Auch die kleinen Gäste sind gefragt und können verschiedene Sachen ausprobieren.

Ein großer Basar rundet das Veranstaltungsprogramm ab

Aber nicht nur die Musik oder Kultur Afrikas und der Karibik stehen im Vordergrund beim Festival. Ein weiteres Highlight ist der Basar, der beim Stadtparkett beginnt. Es gibt mehr als 50 Stände, an denen Kunsthandwerk, Kleidung und andere nette Sachen aus Afrika und der Karibik angeboten werden. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt und zwar an den gastronomischen Ständen. Besucher können beispielsweise typische Gerichte aus der karibischen Küche probieren, wie etwa:

  • Colombo: Ein pikantes Fleischcurry, das mit Schweine- oder Ziegenfleisch zubereitet wird. Meist wird dazu Fladenbrot oder Baguette gereicht.
  • Jerk Pork: Mariniertes Schweinefleisch wird auf dem Grill zubereitet, mit exotischen Gewürzen und Ölen.
  • Pepperpot: In jedem Fall nichts für Menschen, die es lieber etwas milder mögen. Wie der Name bereits erahnen lässt, handelt es sich hierbei um einen pfeffrigen Eintopf mit einer kräftigen Fleischeinlage.

Natürlich dürfen beim Afrika-Karibik-Festival auch nicht die leckeren Cocktails und Longdrinks aus der Karibik fehlen. Es gibt viele Stände, an denen Mojito, Daiquiri oder Cuba Libre angeboten werden. Auch antialkoholische Cocktails werden serviert, sodass sich für jeden Geschmack etwas finden lässt. Das Afrika-Karibik-Festival in der Stadt Bayreuth ist eben ein großes Volksfest, bei dem es eine Menge zu sehen und zu erleben gibt.

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Sierra de Guara – Den Zauber der spanischen Vorpyrenäen erleben

Ganz in der Nähe der spanischen Stadt Huesca, in den Vorpyrenäen gelegen, erstreckt sich die Sierra de Guara. Sie zählt zu den schönsten Canyons weltweit und besticht durch ein einzigartiges Erscheinungsbild. Gerade Wanderer und Trekking-Fans zieht es immer wieder in die zerklüftete Berg- und Schluchten-Landschaft. In der Sierra de Guara findet man Schluchten, die bis zu 200 Meter tief sind. Anziehungspunkt für viele Abenteurer sind die engen Schluchten, die Canyoning zu einem echten Erlebnis werden lassen. Genau in dieser bizarren Schluchtenwelt soll einst das Canyoning erfunden worden sein. Seit 1990 gehört die Sierra de Guara auch zum Parque Natural de la Sierra y Canones de Guara. Weitere interessante Fakten rund um die Sierra de Guara:

  • die Sierra de Guara umfasst mehr als 80.000 Hektar
  • das milde Klima wird durch atlantische und mediterrane Einflüsse bestimmt
  • in den Schluchten finden sich kristallklare Bäche und Seen

Als Wanderparadies ist die Sierra de Guara auf der ganzen Welt bekannt

Das Terrain der Sierra de Guara hält für Wanderer Herausforderungen aller Art bereit. Es gibt eine Vielzahl von Felsen und Abhängen, die teils vertikal in die Höhe aufragen. Zu den beliebtesten Wanderrouten oder Trekking-Pfade in der Sierra de Guara zählen beispielsweise:

  • Rodellar: Allein in dieser teils zerklüfteten Region lassen sich bis zu 400 Routen finden, durch alle Schwierigkeitsstufen hinweg. Die meisten Routen befinden sich rund um den Fluss Mascún.
  • Alquézar: Dieser Teil der Sierra de Guara zieht besonders viele Extremsportler an. Dies hängt unter anderem mit den bizarren Felsformationen zusammen, die mehr vertikal sind als alles andere. Für Anfänger lässt sich diese Region nicht empfehlen, denn es gibt nur wenige Anfänger-Strecken, die dennoch sehr herausfordernd sind.
  • Penas Juntas: Diese Routen zählen zu den schönsten, denn sie führen an einer wunderschönen Naturkulisse vorbei. Die sogenannte Via Ferrata beginnt in der Nähe des Ortes Rodellar und führt bis zu einer kleinen, romantischen Kapelle.

Auch gastronomisch und kulturell gesehen steckt die Sierra de Guara voller Überraschungen

Tradition und moderne Lebensweise vereinen sich in den Dörfern der Sierra de Guara und sorgen für eine besondere Stimmung. In der Region gibt es unzählige Weingüter, die für ihre exzellenten Erzeugnisse bekannt sind. In der Sierra de Guara wird beispielsweise ein vollmundiger Rotwein mit der Bezeichnung Somontano D.O. hergestellt. Weitere Highlights, kulinarischer und kultureller Art, in der Region der Sierra de Guara sind:

  • Guara Käse: Ein markanter, kräftiger Bergkäse, welcher bereits seit Jahrzehnten in der Region hergestellt wird. Gerade bei Aufläufen oder zu einem herzhaften Bauernbrot wird diese regionale Spezialität gerne gereicht.
  • Festung von Guara: Diese mittelalterliche Festungsanlage über den Dächern von Alquézar stellt ein Sinnbild für die architektonische Baukunst längst vergangener Zeiten dar. Von den Zinnen aus hat man einen grandiosen Ausblick auf die Stadt.

In den tiefen Schluchten und auch auf den Berghängen der Sierra de Guara lassen sich immer wieder kleine versteckte Plätze finden, die mehr von der regionalen Geschichte erzählen. Dazu zählen beispielsweise romantische Steinbrücken oder aufwändig gearbeitete Brunnenanlagen.

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Vikos-Schlucht in Griechenland – Die tiefste Schlucht auf dem Erdball

Mitten in der Region Zagori liegt eine der berühmtesten und abenteuerlichen Schluchten der ganzen Welt. Die Schlucht durchzieht weite Teile des Pindos-Gebirge und erstreckt sich über eine Gesamtlänge von mehr als 10 Kilometern. Zwischen den gigantischen Schluchten schlängelt sich der Fluss Vikos hindurch und vereinigt sich am Ende mit dem Voidomatis. Aufgrund ihrer Tiefe, die an manchen Stellen bis zu 1.000 Meter betragen kann, hat es die Vikos-Schlucht bis ins Guinness-Buch der Rekorde geschafft. Natürlich ist der Grand Canyon an manchen Stellen noch wesentlich tiefer, aber bei der Vikos-Schlucht kommt es auf die Breite und Tiefe an. Die Schlucht ist Teil des Vikos-Aoos-Nationalparks, der bereits im Jahre 1973 eröffnet wurde. Der Park selber umfasst ein Gesamtareal von rund 126 km². Ausreichend Platz also, um mehr von der griechischen Tier- und Pflanzenwelt zu sehen.

Eine abwechslungsreiche Landschaft erwartet die Besucher

Die Vikos-Schlucht weist nur eine sehr dünne Besiedlung auf, da viele Teile sich nur sehr schwer erreichen lassen. Je nachdem, auf welchem Höhenmeter man sich befindet, trifft man immer wieder auf eine veränderte Flora. An den teils kargen Felswänden zeigen sich deutlich die Spuren des Klimas und der mitunter widrigen Wetterumstände. Eine Besonderheit hat die Tierwelt zu bieten, denn in der Vikos-Schlucht leben bis heute noch Bären. Gerade in den höheren Lagen kann es durchaus passieren, dass man einen der seltenen Bären zu Gesicht bekommt. Weitere Highlights im Park sind:

  • Aussichtspunkt Oxia: Dieser Aussichtspunkt ist in jedem Fall nichts für Menschen mit Höhenangst. Er liegt ganz in der Nähe von Monodendri, einem kleinen Bergdorf. Besucher haben die Möglichkeit, einen Blick in die Tiefe zu wagen, die genau hier am größten sein soll.
  • Steinbogenbrücken: Insgesamt soll es im Nationalpark mehr als sieben dieser wunderschönen, alten Steinbogenbrücken geben. Viele Besucher machen es sich zur Aufgabe, alle Exemplare aufzusuchen. Manche behaupten sogar, es wären mehr als sieben Brücken.

Bei einer Wanderung durch die gigantische Schlucht, vorbei an Eichenhängen oder kleinen Laubwäldern, kann man das ganze Ausmaß erkennen. Es gibt einen Weg, der quer durch die ganze Schlucht führt und sich über 10 Kilometer erstreckt.

Auch etliche kleine Tavernen gibt es rund um die Vikos-Schlucht

Die Region ist zwar nur spärlich bewohnt, hat aber dennoch in den kleinen Bergdörfern einige gastronomische Highlights zu bieten. Dies trifft beispielsweise auf das Dörfchen Monodendri zu, in dem es gleich mehrere Tavernen gibt:

  • Taverne Vikos Gorge: Traditionelle griechische Küche steht in diesem Restaurant auf der Karte. Gerade die Lammgerichte sollen ein Gedicht sein und zum Abschluss winken hausgemachte Torten sowie Desserts.
  • Restaurant Oxia: Wie der Name bereits erahnen lässt, liegt dieses Restaurant direkt am Aussichtspunkt Oxia. Auch hier werden traditionelle Gerichte angeboten, wobei das kulinarische Erlebnis von dem grandiosen Ausblick auf die Schlucht gekrönt wird. Gerade die große Terrasse ist bei schönem Wetter sehr beliebt und lädt zum Verweilen ein.

Die Vikos-Schlucht ist nicht nur etwas für Natur- oder Wanderfreunde. Es gibt viel zu entdecken und, wer möchte, kann in der teils unberührten Natur entspannen.

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