Berliner Spreepark

Der Berliner Spreepark – der fast vergessene Freizeitpark

In den 70er-Jahren wurde der Spreepark Plänterwald gegründet, ein Freizeitpark, der in späteren Jahren fast schon in Vergessenheit geraten sollte. Bei seiner Eröffnung am 4. Oktober 1969 trug er einen anderen Namen: VEB Kulturpark Berlin. Über Nacht entstand damals einer der schönsten und größten Rummelplätze in Berlin, der sich viele Jahre großer Beliebtheit erfreuen sollte. Eine der Hauptattraktionen war das große Riesenrad, von dem aus die Besucher einen wunderschönen Blick über Teile der Stadt hatten. Auch heutzutage ist das Riesenrad noch eine der Attraktionen des Parks und ragt über 45 Meter in den Berliner Himmel empor. Allerdings findet heute kein Rummelbetrieb mehr auf dem Gelände im eigentlichen Sinne statt. Vielmehr werden Führungen durch den Plänterwald angeboten, bei denen Besucher in die Geschichte des Parks eintauchen können. Seit dem Verkauf des Parks führen die Touren rund um das Gelände des ehemaligen Vergnügungsparks.

Kleinere Veranstaltungen dürfen noch auf dem Gelände stattfinden

Momentan befindet sich der Berliner Spreepark in den Händen des Landes Berlin und es sind bereits Pläne gemacht worden, um den ehemaligen Park wieder beleben zu können. Auch Führungen sind wieder in Planung, allerdings wurde deren Start durch einen Brand auf dem Gelände verzögert. Noch im Jahre 2013 gab es regelmäßige Theateraufführungen „Spuk unter dem Riesenrad“, die als Hommage an eine ehemalige DDR-Fernsehserie gesehen wurden. Seitdem wird der Berliner Spreepark, der im Stadtteil Treptow liegt, gerne für Filmaufnahmen genutzt. Zu den bekannten Serien, die dort gedreht wurden zählen etwa „Der Kriminalist“ oder „Löwenzahn“.

Der Spreepark soll vor dem Vergessen werden gerettet werden

Es gibt immer noch viele Berliner, die sich an die glorreichen Zeiten des Berliner Spreeparks erinnern können. Und, daher soll er auch nicht in Vergessenheit geraten, sondern wieder belebt werden. Dafür gibt es schon Pläne im Senat, in verschiedenen Gremien und auch aus den Reihen der Bevölkerung. Die Führungen sollen interessierten Besuchern einen Einblick davon geben, was den Berliner Spreepark einst so besonders gemacht hat. Meist werden die Führungen von einem Berliner übernommen, der selbst noch das Jonglieren auf dem Gelände gelernt hat. Ein Erlebnis, das man auf keinen Fall verpassen sollte.