Petersdom

Der Petersdom in Rom – interessante Fakten rund um eine der berühmtesten Kirchen der Stadt

Bereits Anfang des 16. Jahrhunderts wurde mit dem Bau der imposanten Pilgerstätte begonnen, die heute im Herzen Roms liegt. In früheren Zeiten war das anders, denn der so genannte Mons Vaticans stand nicht in der Hauptstadt selber, sondern etwas außerhalb. Mit der Zeit rückte dann der Petersdom immer mehr ins Zentrum. Allerdings ging die Entstehung der Kirche, die später bis zu 60.000 Menschen fassen konnte, nicht so reibungslos vonstatten wie am Anfang gedacht. Es sollte von der Grundsteinlegung am 18. April 1506 noch mehr als 120 Jahre dauern, bis das letzte Stück des Petersdoms fertiggestellt werden konnte. Doch, nicht nur die Baugeschichte war strittig, sondern auch die Finanzierung dieses gigantischen Großprojektes.

Der Peterspfennig diente als Finanzierungsmittel

Eigens für den Bau des Petersdoms wurde der so genannte Peterspfennig eingeführt, der als jährlicher Beitrag von den vielen Gläubigen eingezogen wurde. Auch Ablassbriefe wurden verkauft, was aber in der Folge zu etlichen Streitigkeiten führte. Im Prinzip war der Petersdom Anlass dafür, dass es schließlich zur Trennung zwischen evangelisch-lutherischer und katholischer Kirche kam. Martin Luther, vormals Mitglied der katholischen Kirche, wurde aus der Kirche verstoßen, da er es wagte, den Ablasshandel öffentlich anzugreifen. Und dies alles nur wegen des Petersdoms in Rom. Im Jahre 1623 wurde die Kirche dann eröffnet, in deren Zentrum immer noch die Grabstätte des Heiligen Peters liegt. Einer der Gründe, warum so viele Gläubigen in die heilige Stadt pilgern.

Bis heute ist der Petersdom das Zentrum des Vatikans

Der Petersdom besticht nicht nur durch die imposante Ausstattung, sondern auch durch beeindruckende Ausmaße. Über 211 Meter lang ist die Kirche mit der gigantischen, reich verzierten Kuppel, die bereits von Weitem zu erkennen ist. In der Breite misst der Bau etwa 132 Meter, Platz genug also für die vielen Papstgräber im Inneren. Über 350 Jahre galt der Petersdom als größtes Gotteshaus der christlichen Kirche weltweit. Und, wer einmal den Petersdom besucht, sollte in jedem Fall einen Blick auf das Taufbecken werfen. Dabei handelt es sich um einen Sargdeckel, der einst die sterblichen Überreste des Kaisers Otto II. bedeckte.