Museumsdorf Volksdorf in Hamburg

Museumsdorf Volksdorf in Hamburg – auf den Spuren eines früheren Walddorfes

Das Museumsdorf Volksdorf liegt sozusagen vor den Toren Hamburgs und zeigt, wie man früher außerhalb der Stadt lebte. Insgesamt neun Gebäude gibt es auf dem großen Gelände, die einen Einblick in längst vergangene Zeiten gewähren. Manche Häuser sind erst in den letzten Jahren aufwändig restauriert worden und erstrahlen heute in neuem, beziehungsweise altem Glanz. Im Museumsdorf Volksdorf gibt es unter anderem folgende Häuser:

  • Spiekerhus: Hierbei handelt es sich um das älteste Haus auf dem Gelände, das noch aus dem Jahre 1624 stammt. Gleichzeitig ist das Spiekerhus aber auch das älteste Geestbauernhaus der Hansestadt. Hier erfährt man mehr über die Bauweise, welche im 17. Jahrhundert üblich war.
  • Harderhof: Nach einem Brand vor etlichen Jahrzehnten wurde das Gebäude wieder errichtet. Im Inneren können Besucher erahnen, wie das Leben zur damaligen Zeit aussah. Die Wohnstube ist historisch eingerichtet worden und man hat das Gefühl, als würde die Familie jeden Augenblick zur Tür hereinkommen. Bei einem Besuch des Harderhofs sollte man auch in keinem Fall den Niederdeutschen Bauerngarten auslassen. Heimische Nutz- und Kräuterpflanzen werden hier angebaut.

Ein weiteres, besonderes Objekt ist die Grützmühle, die eigens im Museumsdorf Volksdorf neu errichtet wurde. Zuvor stand die Grützmühle noch in Hummelsbüttel.

Auf dem großen Gelände gibt es jede Menge zu sehen und zu erleben

Das Freilichtmuseum ist nicht nur für seine historischen Gebäude bekannt. Es gibt auf dem großen Gelände mehrere Stationen, die sich mit unterschiedlichen Themengebieten beschäftigen:

  • Schauacker: Der Acker erstreckt sich über eine Gesamtfläche von rund 500 m²und zeigt anschaulich, was das ganze Jahr über angebaut werden kann. Besucher erleben, wie durchdacht damals die Schädlingsbekämpfung betrieben wurde. Durch die wechselnde Bepflanzung hatten viele Schädlinge kaum eine Chance. Der Schauacker wird auch oft zum Schauplatz für Veranstaltungen aller Art. Dazu zählen etwa Flachs zum Leinen oder Kartoffeltag.
  • Urnengrab: Diese Grabstätte wurde erst vor einigen Jahrzehnten entdeckt und stammt aus der Zeit um 100 vor Christus. Die meisten der ursprünglich 125 Gräber sind über die Jahrhunderte weg zerstört worden. Eine Urnennachbildung zeigt, wie die Beerdigungsrituale früher aussahen.

Außerdem gibt es diverse Veranstaltungen und Workshops, die das Angebot im Museumsdorf Volksdorf bereichern. Ein Highlight ist beispielsweise die Veranstaltung Plattdüütsch-Krink in’t Museumsdörp. Wer möchte, kann auf Plattdeutsch schnacken, singen, lesen oder einfach nur zuhören. Im Museumsdorf Volksdorf wird noch Wert gelegt auf die regionale Mundart.

Das Museumsdorf Volksdorf ist lebendig und bietet etliche Überraschungen

Immer wieder werden interessante Projekte im Museumsdorf Volksdorf ins Leben gerufen. Im Rahmen dieser Projekte ergibt sich nicht nur für die Mitarbeiter die Chance, sich aktiv ins Geschehen einzubringen. Auch Besucher des Museumsdorfes können unter Umständen mithelfen. So arbeitete das Museumsdorf Volksdorf beispielsweise schon mit einem regionalen Imkerverein zusammen. Den Bienenstand gibt es bis heute, gekennzeichnet durch eine Holzeule, welche in den Stamm eingearbeitet wurde. Ein weiteres, großes Projekt war der Bau eines Schachtbrunnens, der nach historischen Vorbildern errichtet worden ist. Der Brunnen wird noch heute zur Bewässerung der Gärten genutzt und ist somit ein wichtiger Bestandteil im Museumsdorf Volksdorf.

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