Der Vulkan Eyjafjallajökull

Der Vulkan Eyjafjallajökull – einer der großen Giganten Islands

An der südlichen Spitze Islands befindet sich einer der bekanntesten Vulkane, der für eine ganze Zeit den europäischen Luftverkehr lahmlegte. Der Vulkan Eyjafjallajökull ist, nach seiner Entstehung vor etwa 800.000 Jahren, bereits mehrfach ausgebrochen. Allerdings wurden seit der Besiedlung von Island nur fünf Ausbrüche vermerkt. Einer der bekanntesten ereignete sich im Jahre 2010, jener besagte Ausbruch, der die Luftfahrt mehrere Tage unmöglich machte. Der Vulkan ist einer der größten Gletscher auf isländischem Boden und wird als subglazialer Vulkan bezeichnet. Ein gigantisches Eisfeld bedeckt die Caldera auf dem Gipfel des Vulkans, der sich über 1.650 Meter in den Himmel Islands erhebt. Schon der Name des Vulkans lässt seinen Ursprung erkennen, denn Eyjafjallajökytl heißt nichts anderes als Inselgletscher.

Wanderungen auf dem Eyjafjallajökull erfreuen sich großer Beliebtheit

Der isländische Vulkan hat nicht nur wegen seiner gigantischen Ausbrüche einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Er ist auch bei Wanderern sehr beliebt, denn, wo sonst, lässt sich die Gletscherlandschaft in ihrer ganzen Vielfalt erkunden? Die Erstbesteigung des Eisgiganten erfolgte bereits Ende des 18. Jahrhunderts, genauer gesagt im Jahre 1793. Es gibt mehrere Touren, die auf den Gipfel des Eyjafjallajökull führen. Eine der bekanntesten beginnt am Pass Fimmvörðuháls, welche direkt auf den Gletscher zusteuert. Allerdings sollte die Tour nur mit einem Führer unternommen werden. Bei schlechter Sicht sind Wanderungen auf den Gipfel nicht möglich, da Gletscherspalten und ähnliches oft nicht erkannt werden. Zudem herrscht bei widrigen Witterungsbedingungen eine schlechte Sicht auf dem Gipfel selber, da dieser über der Wolkengrenze liegt.

Eyjafjallajökul liegt rund zwei Stunden von Reykavìk entfernt

Die Landschaft rund um den Vulkan wird von einer wilden, idyllischen Schönheit bestimmt. Eine echte Augenweide ist beispielsweise der Wasserfall, der vom Gletscherwasser gespeist wird. Über 66 Meter fällt der sogenannte Seljandsá in die Tiefe, bevor er in einer grünen, fruchtbaren Landschaft verschwindet. Hier hat man noch das Gefühl, dass die alten isländischen Legenden wieder lebendig werden können. Und, auch in der unmittelbaren Gegend rund um den Eyjafjallajökull liegt ein sagenumwobenes Land. Þórsmörk ist ein kleines Waldgebiet, in dem einst die Germanen dem Donnergott Thor huldigten. In Island ist alles etwas mystisch!