Chinesische Mauer per Rad

Die Chinesische Mauer per Rad erkunden – ein Ausflug der etwas anderen Art

China ist ein abwechslungsreiches Land, das voller Kultur, Geschichte und wunderschönen Naturlandschaften steckt. Es ist aber auch ein Land der Superlative, in dem Reisende einiges erleben können. Wie wäre es beispielsweise, die Chinesische Mauer mit dem Rad abzufahren? Diese Ausflugsvariante zählt definitiv zum Bereich des Event-Sightseeings und bietet Gelegenheit, mehr über dieses imposante, altertümliche Bauwerk zu erfahren. Mit dem Bau des Wahrzeichens wurde im 7. Jahrhundert angefangen und das gesamte Bauwerk erstreckt sich über eine Gesamtlänge von mehr als 21.196 Kilometern. Es gibt diverse Abschnitte, die sich für eine Fahrradtour anbieten, wie etwa:

  • Simatai: Dieser Abschnitt befindet sich etwa 120 Kilometer von der chinesischen Hauptstadt entfernt und wurde während der Ming-Dynastie umgestaltet. Der Mauerabschnitt von Simatai umfasst rund 5,4 Kilometer und bietet sich für eine kurze Fahrradtour an.
  • Mutianyu: 22 Wachtürme erheben sich in diesem Bereich und insgesamt zwei Seilbahnen führen auf die hohen Zinnen der Mauer. Ein echtes Highlight ist die chinesische Sommerrodelbahn, die in diesem Abschnitt installiert worden ist.

Bei manchen Abschnitten kann das Fahrrad gegen die Wanderschuhe ausgetauscht werden

Wer möchte, kann die Radtour auf der Chinesischen Mauer auch mit einer Wanderung kombinieren. Beliebt ist beispielsweise die Tour von Jinshaling nach Simatai. Dieser Teil der Chinesischen Mauer befindet sich in einem sehr bergigen Abschnitt und bereits nach einer kurzen Wegstrecke verwandelt sich der Mauerteil in ein fast verlassenes Gebiet. Die Wanderung nach Simatai nimmt zwischen vier und fünf Stunden in Anspruch. Von Simatai aus kann wieder das Rad für den nächsten Wegabschnitt genutzt werden. Es gibt einige Reiseagenturen, die auf Wunsch auch den Transport des Fahrrads an die gewünschte Stelle organisieren können. Weitere interessante Abschnitte der Chinesischen Mauer sind:

  • Badaling: Das wohl beliebteste Stück des chinesischen Wahrzeichens, das am Ende eines Passes liegt. Dort erhebt sich auch die Festung Badaling, welche im 16. Jahrhundert vollendet wurde.
  • Gubeikou: Dieser Abschnitt schließt sich direkt an Jinshaling und Simatai an. Während einer Radtour über dieses Mauerstück kann man einen ungestörten Blick in die weiten Ebenen Chinas genießen.

Chinesische Mauer per Rad – Einige Tipps für die abenteuerliche Reise

Bei Radtouren, Wanderungen oder einfach nur einem Besuch der Chinesischen Mauer gibt es einige Tipps, die beachtet werden sollten. Auf keinen Fall sollte die Sonnencreme vergessen werden, denn die Sonneneinstrahlung kann unter Umständen auf der Chinesischen Mauer sehr intensiv sein. Außerdem sollte man ausreichend Wasser bei einer Radtour oder Wanderung mitnehmen. Unterwegs gibt es zwar immer wieder Händler, welche Wasser zu überteuerten Preisen anbieten. Alleine die Herkunft des Wassers ist fraglich. Die Anreise zur Chinesischen Mauer kann wahlweise mit Shuttle-Bussen erfolgen, meist bei geführten Touren enthalten, oder mit öffentlichen Taxis. Ein echter Geheimtipp für einen idyllisch gelegenen, touristisch weitgehend unerschlossenen Teilabschnitt:

  • Huanghua Cheng: In diesem Gebiet wird die Mauer von einem Stausee unterbrochen und auf den schmalen Wegen ist äußerste Vorsicht geboten. Dafür werden die Anstrengungen aber durch die wunderschöne Landschaft in dieser Region belohnt.

Nicht nur für unternehmungslustige Reisende kann eine Radtour auf der Chinesischen Mauer zu einem unvergesslichen Highlight werden. Hier zeigt sich China von seiner ruhigen, geschichtlich geprägten Seite.

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