Holzknechtmuseum in Ruhpolding – Das Leben der Waldarbeiter im Fokus

Seit dem Jahr 1988 gibt es nun schon das Holzknechtmuseum im bayerischen Ruhpolding. Doch, was verbirgt sich eigentlich genau hinter diesem Namen? Als Holzknechte wurden in früheren Zeiten die Waldarbeiter oder auch die Forstwirte bezeichnet. Im Museum können Besucher mehr über deren Leben und Arbeit erfahren. Im Blickpunkt steht dabei unter anderem der gefährliche Aspekt der Arbeit im Wald. Oft haben die Arbeiter auf dem Gebiet der Traunsteiner Salinen ihr Leben riskiert. Dies wird anschaulich im Holzknechtmuseum verdeutlicht. Insgesamt gibt es zwei Museumsgebäude, über die sich die Ausstellungen verteilen.

Rund um das Museum gibt es noch ein großes Freigelände, das sich über eine Gesamtfläche von mehr als 30.000 m²erstreckt. Auch dort stehen die Holzknechte im Fokus und es werden beispielsweise Transportschlitten oder andere Gerätschaften gezeigt. Auch die Original Holzknechthütten können auf dem großen Gelände bestaunt werden.

Der Erlebnis-Pfad im Freigelände bietet Gelegenheit zum Innehalten

Besucher des Holzknechtmuseums in Ruhpolding müssen nicht befürchten, im Freigelände die Orientierung zu verlieren. Es gibt einen Erlebnis-Pfad durch das Freigelände, der an den wichtigsten Stationen vorbeiführt. Auch die Original-Hütten stehen als Punkte auf der Karte, ebenso wie:

  • Der Bergwald: Hier können Besucher mehr über das ökologische System in den Bergen erfahren und etwa erleben, wie eine Alm bewirtschaftet wird. Auch ein kleiner Schutzwald ist angelegt worden. Zu den Themen im Bergwald zählen außerdem Heilmittel, Hygiene und Holzbringung mit der sogenannten Loite.
  • Leben im Dorf: Auch in diesem Abschnitt werden interessante Bereiche aus dem Leben der Holzknechte dargestellt. Im Wimmer-Zuhaus können Besucher einen Einblick in den Alltag der Arbeiter erhaschen, während sich im Bauerngarten alles rund um die Ernährung dreht. Auch ein altes Backhaus kann besichtigt werden.
  • Holznutzung: Die Saline Traunstein spielt hier eine große Rolle und es wird gezeigt, wie das Holz weiter verarbeitet wurde. Weitere Stationen sind die mobile Säge oder das Wasserrad.

Im Holzladen werden Souvenirs aller Art angeboten

Nicht nur der lehrreiche Aspekt spielt im Holzknechtmuseum eine Rolle. Wer Lust hat, kann auch einen kleinen Einkaufsbummel im Museumsladen machen. Es gibt, passend zum Thema, beispielsweise zahlreiche Holzwaren, die mit viel Liebe zum Detail gedrechselt worden sind. Auch regionale Kräuterprodukte werden in dem kleinen Museumsladen angeboten.

Ein Besuch des Holzknechtmuseums mit Kindern ist auch kein Problem. Es gibt, ausgerichtet auf die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen, ein spezielles, pädagogisches Konzept. Bei Führungen oder interessanten Workshops werden die kleinen Gäste spielerisch an das Thema Holzknechte herangeführt. Dabei bietet sich auch die ein oder andere Gelegenheit, die Arbeit eines Holzknechtes selber zu probieren. Die verschiedenen Führungen oder Workshops stehen meist unter einem speziellen Oberbegriff, wie etwa:

  • Kleine Holzdetektive unterwegs: Für Kinder bis 7 Jahre geeignet, die bei einem spannenden Suchspiel das Museum auf ihre Weise erkunden können.
  • Holzknecht-Amulett: Bei diesem Workshop können die kleinen Besucher ihr eigenes Amulett aus Holz herstellen. Bohren und Schleifen sind also ausdrücklich erlaubt.

Das Holzknechtmuseum mitten in den Chiemgauer Alpen ist ein ganz besonderer Ort, an dem man viel sehen, erleben und auch lernen kann.

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