Das Viertel Amsterdam Noord – Ländlicher Charme inmitten der quirligen Metropole

Amsterdam Noord ist ein kleiner Bezirk der Stadt, in dem etwas über 87.000 Menschen leben. Ein ehemaliger Meeresarm trennt Amsterdam Noord vom Rest der Innenstadt und die Halbinsel lässt sich beispielsweise über eine Fähre sehr gut erreichen. Aber nicht alleine die Lage macht den Bezirk zu einem beliebten Teil von Amsterdam. Ein Blick auf das Stadtbild genügt und man weiß, warum es so viele Besucher auf die Halbinsel zieht. Es ist eine Mischung aus alten Gebäuden und modernen Bauwerken, die teils etwas extravagant erscheinen. Zu den Highlights in Amsterdam Noord zählen etwa:

  • EYE Film Museum: Es zählt zu den modernsten und neuesten Museen der Stadt, das einen Einblick in die Geschichte des niederländischen und internationalen Films gibt. Die Sammlung umfasst mehr als 46.000 Filme und eine Vielzahl an Plakaten sowie Fotografien aus verschiedenen Jahrzehnten. Jeden Tag werden mehrere Filme in den museumseigenen Vorführsälen gezeigt.
  • NDSM-Kran: Eines der Überbleibsel der ehemaligen Schiffswerft NDSM, die ihre Pforten im Jahre 1978 geschlossen hat. Heutzutage wird das frühere Werftgelände als kreatives und kulturelles Zentrum genutzt. Unter anderem sind hier etliche Ateliers von jungen Künstlern untergebracht und es finden zahlreiche Kulturevents rund um den imposanten Kran statt.

Amsterdam Noord ist für seine vielen Festivals bekannt

Über die Jahre hinweg hat sich in diesem idyllischen Stadtbezirk eine rege kulturelle Szene entwickelt, die ihren Besuchern etliche Überraschungen zu bieten hat. So werden beispielsweise Führungen durch die malerischen Gartenstädte oder kleinen, teils versteckten Parks angeboten. Empfehlenswert sind aber auch:

  • On the Roof: Eine Konzertreihe in den Sommermonaten, deren Name bereits Rückschlüsse auf den Veranstaltungsort zulässt. Die Konzerte finden auf dem Dach des Ob Zeezand-Gebäudes statt, welches in der Nähe der Zamenhofstraat liegt. Zuhörer können sich auf Jazz- und Soulklänge freuen sowie gleichzeitig die grandiose Aussicht auf den Fluss genießen.
  • Amsterdam Coffee Festival: Auch dieses Festival findet auf dem ehemaligen Werftgelände von NDSM statt. Wie der Name bereits erahnen lässt, dreht sich bei diesem Festival alles um das Thema Kaffee. Es können Sorten aus der ganzen Welt probiert werden, zusammen mit delikaten Spezialitäten.

Welche gastronomischen Tipps gibt es im Viertel Amsterdam Noord?

Nicht nur kulturell gesehen ist Amsterdam Noord ein interessantes Viertel. Gleiches gilt auch für die gastronomische Szene, die nicht nur niederländische Spezialitäten zu bieten hat. Empfehlenswerte Adressen in Amsterdam Noord sind etwa:

  • Restaurant Mt. Everest: In diesem eleganten Restaurant können Gäste in die nepalesische Küche eintauchen und mehr über die Geschmacksnuancen dieses Landes erfahren. Auch für romantische Abende bietet sich das Restaurant an.
  • Royal Med Restaurant: Dieses Restaurant ist für seine exzellente, mediterran geprägte Küche bekannt. Auch marokkanische und spanische Gerichte stehen auf der Speisekarte, wobei sich gerade die Fischgerichte großer Beliebtheit erfreuen.
  • SmaaQt: Eines der neueren Restaurants im Stadtteil Amsterdam Noord, das sich schnell zu einem beliebten Szenetreff entwickelt hat. Ein Highlight sind die verschiedenen Kaffeespezialitäten, die von professionellen Baristas zubereitet werden. Ein Kaffeegenuss, den man nicht so schnell vergessen wird.

So abwechslungsreich, bunt undlebendig präsentiert sich Amsterdam Noord seinen Besuchern.

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Södermalm in Stockholm – entspannend, angesagt und inspirierend

Der Stadtteil Södermalm liegt mitten im Herzen der schwedischen Hauptstadt und ist der Szenebezirk schlechthin. Dabei gab es Södermalm bis vor einigen Jahren noch gar nicht. Erst im Jahre 2007 wurde der heutige Stadtteil geschaffen, aus dem Zusammenschluss von zwei kleineren Bezirken. Viele junge Designer und Künstler haben sich in Södermalm niedergelassen. Das Bild des Stadtbezirks wird von kleinen Läden, modernen Galerien und gemütlichen Restaurants bestimmt. Interessante Attraktionen in Södermalm sind etwa:

  • Medborgarplatsen: Auf Deutsch bedeutet der Name nichts anderes als Bürgerplatz. Der große Platz mitten in Södermalm ist gerade in den Sommermonaten ein beliebter Treffpunkt.
  • Domkirche St. Erik: Diese imposante Kirche stellt einen Stilmix aus verschiedenen Epochen dar. Der größte Teil stammt aus dem 19. Jahrhundert. Im Jahre 1983 wurde noch ein weiterer Anbau hinzugefügt. Das Interieur ist prunkvoll und wird, dank einer modernen Beleuchtungstechnik, gekonnt in Szene gesetzt.

In Södermalm haben Besucher zudem die Gelegenheit, einen Blick auf die historischen Holzhäuser zu werfen. In kaum einem anderen Stadtteil gibt es so viele Stadthäuser dieser Art wie in Södermalm.

Auch als Shoppingadresse ist Södermalm in aller Munde

Schon einmal etwas von SoFo gehört? So nennt sich seit einiger Zeit ein bestimmter Teil von Södermalm und das nicht ohne Grund. Ähnlich wie im Londoner Bezirk SoHo reihen sich hier die Läden aneinander. Beliebte Geschäfte sind beispielsweise:

  • Grandpa: In dieser kleinen Boutique gibt es einfach alles, was irgendwie außergewöhnlich erscheint. Ob Schmuck, Kleidung oder Schuhe, Vintage lautet im Grandpa das Motto. In regelmäßigen Abständen legen sogar DJs in dem kleinen Laden auf und es gibt Live-Konzerte.
  • Lisa Larsson: Es ist eine der angesagten Second-Hand-Stores von ganz Stockholm und zieht ein illustres Publikum an. Angeboten werden Kleider aus verschiedenen Jahrzehnten, angefangen von den 30er-Jahren bis weit in die 70er.
  • Beyond Retro: Wie der Name bereits erahnen lässt, handelt es sich bei diesem Laden um einen Ableger der bekannten Londoner Kette. Vintage Kleider in großer Auswahl werden in dem modernen Ambiente angeboten. Auch für kleines Geld findet man hier immer etwas.

In Södermalm schlägt auch das kulinarische Herz der Metropole

Auch was die gastronomische Vielfalt angeht, ist das Angebot in Södermalm kaum zu schlagen. Wer möchte, kann hier einen Streifzug durch die Küchen dieser Welt unternehmen, ohne den Stadtteil zu verlassen. Empfehlenswerte Restaurants sind unter anderem:

  • Nytorget Urban Deli: Eines der neueren Restaurants der Hauptstadt, Bar und Delikatessenladen in einem. Es gibt eine wechselnde Tageskarte, auf der schwedische Spezialitäten und internationale Gerichte zu finden sind.
  • Oxelblom: Das Interieur dieses eleganten Restaurants erinnert an ein Wohnzimmer aus längst vergangenen Zeiten. Altmodische Sitzgelegenheiten prägen den Raum und angeboten werden typisch schwedische Spezialitäten. Ganz wie in Omas Zeiten.
  • Bakverket: In diesem außergewöhnlichen Café können Besucher noch hausgemachtes Brot genießen. Gleich beim Betreten empfängt einen der aromatische Duft von Brot, Brötchen und Kaffee. Nicht umsonst zählt das Café zu den beliebtesten in ganz Stockholm und zieht schon am frühen Morgen viele Gäste an, welche den Tag mit einem ausgiebigen Frühstück beginnen möchten.

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Das Stadtviertel Praga in Warschau – vom historischen Bezirk zum Szene-Treff

Bei einem Rundgang durch Praga fallen zuerst die historischen Bauten ins Auge, die zum Teil noch aus der Gründerzeit stammen. Geografisch gesehen liegt Praga auf der rechten Seite der Weichsel und war in den Anfangsjahren noch ein kleiner Vorort. Im Laufe der letzten Jahre hat sich Praga zu einem trendigen Bezirk entwickelt, der einen ganz besonderen Charme zu bieten hat. Es gibt viele kleine Läden, Bars und angesagte Clubs. Dazwischen mischen sich immer wieder geschichtlich interessante Sehenswürdigkeiten, wie etwa:

  • St. Maria Magdalena Kirche: Diese schöne Kirche wurde Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und besticht durch den typisch orthodoxen Baustil. Im Inneren ziehen die verschiedenen Ikonen-Nachbildungen viele Blicke auf sich.
  • Bazar Rozyckiego: Er ist einer der ältesten Märkte der Stadt, der bereits vor mehr als 100 Jahren eröffnet worden ist. Hier bekommt man an den verschiedenen Ständen einfach alles, was das Herz begehrt. Gerade Kleidung oder auch Schuhe werden günstig angeboten.

Und noch ein Ausflugsziel liegt in Praga, das sich auch für Familien eignet. Der Warschauer Zoo beherbergt bis zu 500 Tierarten aus der ganzen Welt und erstreckt sich über eine Fläche von mehr als 40 Hektar. Besucher haben beispielsweise Gelegenheit, den einzigen Sandtigerhai des Landes zu bewundern.

Einst drehte Polanski in den Straßen von Praga

Im Jahre 2002 war es soweit und Roman Polanski drehte Teile seines Films Der Pianist in dem Stadtbezirk. Dies ließ Praga bekannter und beliebter werden. Die Jahre zuvor wurde der Name Praga noch mit Begriffen wie Rotlichtviertel und hoher Kriminalitätsrate verbunden. Heutzutage ist Praga zu einem kulturellen Zentrum von Warschau geworden. Bekannte Attraktionen sind beispielsweise:

  • Fabryka Trzciny: Ein modernes Kulturzentrum, in dem Ausstellungen, Lesungen und auch Theateraufführungen stattfinden. Es gibt mehrere Bars und auch ein eigener, eleganter Nachtclub ist in den ehemaligen Fabrikhallen untergebracht.
  • Porto Praga: Hier trifft sich die Szene in Praga, was nicht nur mit den exzellenten Cocktails und Longdrinks zusammenhängt. Die entspannte Atmosphäre regt zu anregenden Gesprächen an und es bietet sich immer wieder die Gelegenheit, neue Leute kennenzulernen.

Ein weiteres Highlight in Praga, über die Stadtgrenzen hinaus bekannt, ist die Wedel Schokoladenfabrik. Auf dem weitläufigen Fabrikgelände wird bis heute die berühmte, polnische Schokolade hergestellt.

Auch gastronomisch gesehen ist Praga einen Besuch wert

Fast an jeder Ecke findet man in Praga gemütliche Restaurants oder elegante Bars, in denen zum Teil polnische Spezialitäten angeboten werden. Im Stadtteil Praga befindet sich etwa eine der beliebtesten und besten Milchbars von Warschau. In der Milchbar Rusalka gibt es polnische Gerichte, wie etwa Piroggen oder polnische Klöße. Typische Spezialitäten der polnischen Küche sind beispielsweise:

  • Bigos: Diese Art von deftigem Eintopf ist aus der polnischen Küche nicht mehr wegzudenken. Hauptzutaten sind Sauerkraut, Fleisch und Pilze. Auch diverse Gemüsesorten können hinzu gegeben werden.
  • Zurek: Diese Suppe wird traditionell aus Roggenbrot gemacht, das gegoren ist und für die spezielle Geschmacksnote sorgt. Auch Fleisch, Wurst und Speck sind in der Suppe enthalten. Dazu wird meist Baguette oder Fladenbrot gereicht. In vielen Restaurants wird Zurek in einem Brotkorb gereicht.

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Fischereimuseum Cuxhaven – ein Blick zurück in die Geschichte der Fischerei

Mehr als 100 Jahre Fischereigeschichte sind im Wrack- und Fischereimuseum Cuxhaven dargestellt. Eine Reise in die Vergangenheit der Nordseeküste und im speziellen der Fischerei in dieser Region. Die Idee für die Gründung des Museums geht zurück auf den Förderverein Schifffahrtsgeschichte Cuxhaven. Über mehrere Jahrzehnte hinweg wurden Exponate aus verschiedenen Jahren zusammengetragen. Zu den Highlights im Wrack- und Fischereimuseum Cuxhaven zählen beispielsweise:

  • Fischewer Wilhelmine: Diese sogenannten Ewer, die durch ihre flache Konstruktion gleich ins Auge fallen, wurden um 1900 zum Fischen benutzt. Aufgrund ihrer besonderen Form waren diese Schiffe bestens für Fahrten auf der Elbe geeignet.
  • Lotsenraum: Die Stadt Cuxhaven ist seit mehreren Jahrhunderten ein wichtiger Lotsenstandpunkt im Nordseeraum. Im Museum gibt es einen separaten Raum, der sich nur mit der Geschichte des Lotswesens beschäftigt. Auch die heutige Situation wird anschaulich erklärt und gezeigt.

Eine große Abteilung ist nur der Hochseefischerei gewidmet

Die Hochseefischerei nimmt einen wichtigen Teil im Wrack- und Fischereimuseum Cuxhaven ein. Besucher können erleben, wie es sich anfühlt, auf einem Fischdampfer anzuheuern. Detailgetreu sind verschiedene Bereiche auf einem Schiff dargestellt, wie etwa Mannschaftsmesse oder Logis. Ein weiterer Höhepunkt ist das große Fangdeck, auf dem Besucher erleben können, wie anstrengend die Arbeit an Bord in früheren Zeiten war. Begleitend dazu werden Filme gezeigt und es gibt zum Teil Original-Fotos. Ganz zum Schluss des Rundgangs über den Fischdampfer hat man noch die Gelegenheit, vier Zeitzeugen zu lauschen.

Ein weiteres Highlight im Wrack- und Fischereimuseum Cuxhaven ist die Sammlung Peter Weber, ein Sammelsurium an Antiquitäten maritimer Art. Die Exponate, die alle aus Privatbesitz zur Verfügung gestellt worden sind, drehen sich rund um das Thema Seefahrt. Es gibt diverse Buddelmodelle oder auch Gemälde, auf denen Fangsituationen aller Art zu sehen sind. Jedes Jahr wird die Sammlung Peter Weber verändert und um andere Exponate ergänzt.

Auch über die aktuelle Fischerei kann man im Fischereimuseum Cuxhaven viel erfahren

Nicht nur die Geschichte spielt im Wrack- und Fischereimuseum eine große Rolle. Auch die aktuelle Situation in der Fischerei bekommt einen Platz in der Ausstellung zugewiesen. Das Problem der Überfischung wird thematisiert und es werden diverse Lösungsansätze vorgestellt. Die kleinen Gäste des Museums haben die Möglichkeit, selbst die Arbeit auf einem Fangschiff kennenzulernen. Auch verschiedene Netze und Fangmaterialien werden vorgestellt. Außerdem gibt es das ganze Jahr über diverse Sonderausstellungen im Wrack- und Fischereimuseum Cuxhaven, wie etwa:

  • Schöne Grüße aus Singapur: In dieser Ausstellung steht die Kommunikation zwischen Seemännern und der Familie zuhause im Mittelpunkt. Es gibt verschiedene Stationen, an denen man mehr über Abschied, Trennungsschmerz und Heimweh erfahren kann.
  • Papiermodellbauwerkstatt: Nicht nur Kinder können sich unter Anleitung beim Bau von Papiermodellen aller Art versuchen. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt und die beliebte Veranstaltung wird mehrmals im Jahr angeboten.
  • Tage der Industriekultur am Wasser 2015: Im Rahmen dieser Tage werden diverse Führungen durch das Museum im Oktober angeboten. Auch eine Bastelaktion für die kleinen Besucher wird angeboten, welche unter dem Thema Fischschuppen und dicke Pötte steht. Gelebte Museumspädagogik, die für jeden Geschmack etwas zu bieten hat.

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Deutsches Jagd- und Fischereimuseum München – eines der bedeutendsten Jagdmuseen weltweit

Die ehemalige Augustinerkirche im Zentrum der bayerischen Hauptstadt dient als Rahmen für das Deutsche Jagd- und Fischereimuseum München. Das Museum, welches die Jagd und die Fischerei zum Thema hat, kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden erste Rufe nach einem Museum dieser Art laut. Im Jahre 1938 erfolgte dann schließlich die feierliche Eröffnung, damals allerdings noch im Schloss Nymphenburg. Der Umzug erfolgte dann im Jahre 1966 und bis zum heutigen befindet sich das deutsche Jagd- und Fischereimuseum München in der wunderschönen Kirche. Zu den thematischen Highlights der Ausstellungen zählen:

  • mehr als 500 Wildtiere, darunter auch seltene Arten
  • präparierte Süßwasserfische
  • historische Angelgeräte
  • imposante, teils noch funktionsfähige Jagdwaffen

Einen Teil der Ausstellung im Museum macht auch die Darstellung der Geschichte eines bekannten, bayerischen Wilderers aus. Der Bayerische Hiasl war Anführer einer Räuberbande, die allgemein als gerecht galt. Ähnlich wie Robin Hood verteilte er das geraubte Geld und die gestohlenen Steuereinnahmen unter der armen Bevölkerung. Darüber können Besucher im Deutschen Jagd- und Fischereimuseum mehr erfahren.

Zahlreiche Sonderausstellungen bereichern das Programm im Jagd- und Fischereimuseum München

 Im Museum gibt es das ganze Jahr über wechselnde Sonderausstellungen, die sich jeweils mit einem anderen Themenschwerpunkt beschäftigen. Interessante Veranstaltungen sind etwa:

  • Der Kultur auf der Spur und der Natur auf der Spur: In diesen Ausstellungen wurde eine Verbindung zwischen Jagd, Fischerei und Naturschutz geschlagen. Heraus kamen erstaunlich schlüssige Konzepte und teils erstaunliche Kombinationen.
  • Auf der Pirsch: In dieser Sonderausstellung geht es um Jagdtiere in Porzellan, die kleine Kunstwerke für sich sind. Alle Skulpturen stammen aus der Sammlung eines Privatsammlers und geben einen Einblick in die Porzellankunst des 20. Jahrhunderts. Auf beeindruckende Weise wird gezeigt, was mit Porzellan alles machbar ist.

Eine Besonderheit der etwas anderen Art ist die Wolpertinger-Sammlung. Dieses hasenartige Fabelwesen wird im Deutschen Jagd- und Fischereimuseum München ebenfalls nicht vernachlässigt. Es handelt sich um die weltweit größte Sammlung von Wolpertinger-Darstellungen.

Bei Führungen können Besucher das Museum noch besser kennenlernen

Wer mehr über das Deutsche Jagd- und Fischereimuseum München erfahren möchte, kann an einer der Führungen teilnehmen. Beliebt sind beispielsweise die Führungen in den Sommerferien, die speziell für Kinder angeboten werden. Ein Highlight ist die Kinderführung zum Thema Hirsch und Hase zum Anfassen. Dabei übernimmt ein erfahrener Jäger die Führung und verrät mehr über die Tiere der heimischen Wälder sowie deren Gewohnheiten.

Ein weiteres Highlight ist die Führung Nachtpirsch, bei der in jedem Fall eine Taschenlampe benötigt wird. Es ist eine Erlebnis-Tour, bei der Teilnehmer mehr über die nachtaktiven Waldbewohner erfahren kann. Dazu zählen beispielsweise Dachs oder auch Marder. Ein weiterer, interessanter Workshop beschäftigt sich mit dem Lesen von Fährten.  Im Rahmen der Führung Fährten lesen – Spuren suchen können Kinder und Erwachsene ihre eigenen Spuren legen oder fremde Fährten erkennen.

Weiterhin werden Führungen durch den Lebensraum der Fische angeboten, in deren Rahmen auch die Grundlagen der verschiedenen Angeltechniken erklärt werden. So viel können Besucher im Deutschen Jagd- und Fischereimuseum München über Jagd, Fischerei, Natur und Umwelt erfahren.

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Das Fischereimuseum Peitz – mehr über die Welt der Binnenfischerei erfahren

Auf mehr als 200 m²haben Besucher im Fischereimuseum Peitz die Gelegenheit, in die Geschichte der Binnenfischerei einzutauchen. Die Sammlung, die einige interessante Exponate zu bieten hat, verteilt sich über zwei Ebenen. Am 24. März 2006 erfolgte die offizielle Eröffnung des Fischereimuseums, das sich auf dem Gelände des ehemaligen Hüttenwerks befindet. Seitdem hat sich die Sammlung stetig erweitert und es gibt in wechselnden Abständen Sonderausstellungen zu interessanten Themen. Highlights der Sammlung sind unter anderem:

  • eine kleine Teichlandschaft bietet einen Einblick in die regionale Tier- und Pflanzenwelt
  • auch Fluss- und Seenfischerei wird gezeigt
  • ein Sondergebiet stellt die Elektrofischerei dar
  • Dauerausstellung rund um das Thema Wasser

Ein weiterer Höhepunkt im Veranstaltungskalender des Fischereimuseums Peitz ist die Sonderausstellung, die sich mit dem Thema Karpfen aus dem Kraftwerk beschäftigt. Teils haben Besucher auch die Möglichkeit, Fischpräparatoren über die Schulter zu schauen und mehr über das Handwerk zu erfahren. Das Fischereimuseum Peitz ist das ganze Jahr über geöffnet und im Eintrittspreis ist auch die Besichtigung der Hochofenhalle enthalten. Die historische Hochofenhalle zählt zum Hüttenmuseum Peitz, das sich ebenfalls auf dem Gelände des Museums befindet.

Auch im Außenbereich gibt es im Fischereimuseum Peitz viel zu sehen

Das Fischereimuseum Peitz hat nicht nur im Inneren einige interessante Exponate zu bieten. Auch das Gelände rund um das Museum ist voll mit Ausstellungsstücken aus verschiedenen Epochen. Hier können Besucher beispielsweise auch das größte Stück der Ausstellung bewundern. Der sogenannte Hälterkahn stammt noch aus den 20er-Jahren des letzten Jahrhunderts und wurde zur damaligen Zeit zum Angeln genutzt.

Auf Schautafeln neben den Exponaten können Besucher mehr über die Ausstellungsstücke erfahren. Ein weiterer Höhepunkt im Außenbereich des Museums ist der Teichlehrpfad, eines der ersten, großen Projekte. Der Lehrpfad erstreckt sich über eine Länge von mehr als 2,3 Kilometer und trägt den offiziellen Namen Prof. Schäperclaus – Peitzer Teichlehrpfad. Entlang des Weges gibt es etliche Aktivpunkte, wie etwa:

  • Die Lausitzer Teichlandschaft
  • Teichfische
  • Kleines Lexikon der Teichwirtschaft
  • Fisch – ein gesundes Nahrungsmittel

Auch eine Brücke zwischen den beiden Themengebieten Fischerei und Braunkohlebergbau wird geschlagen. Schließlich liegt der Peitzer Teich fast nur einen Steinwurf vom Braunkohletagebau Cottbus-Nord entfernt.

Zahlreiche Veranstaltungen runden das Angebot im Fischereimuseum Peitz ab

Das ganze Jahr über gibt es im Fischereimuseum Peitz interessante Veranstaltungen, die ein großes Publikum anziehen. Dazu gehören beispielsweise diverse Sonderteichführungen, bei denen Besucher die Möglichkeit haben, die gesamte Anlage zu erkunden. Beliebt sind etwa die Sommerteichführungen, welche meist im Juli angeboten werden. Die Führung dauert etwas mehr als zwei Stunden, in denen Teilnehmer auch der Natur etwas besser auf die Spur kommen können.

Ein weiterer Höhepunkt sind die Peitzer Karpfenwochen, die im Jahre 2014 das erste Mal stattfanden. Wie der Name bereits erahnen lässt, steht anlässlich dieser Veranstaltung der Karpfen im Vordergrund. Angeboten werden delikate Karpfengerichte und, wer möchte, kann mehr über die Zucht dieser Fische erfahren. Auch Tipps zur Zubereitung eines Karpfens werden gegeben. So vielfältig präsentiert sich das Programm im Fischereimuseum Peitz, das mehr über die Fischerei im Land Brandenburg verrät.

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Sibirien – wissenswerte Fakten über ein großes Gebiet

Wohl kaum ein Reisender wird es schaffen, das komplette Gebiet von Sibirien zu durchqueren. Dafür sind die Ausdehnungen einfach zu groß. Beginnend im Ural dehnt sich Sibirien bis an den Pazifischen Ozean aus. Ähnlich groß ist dadurch auch der Zeitunterschied, der von Moskau bis an die östliche Küste bei acht Stunden liegt. Weitere interessante Details zu Sibirien auf einen Blick:

  • das Klima ist kontinental geprägt (in manchen Teilen sind Temperaturen bis zu -70° C keine Seltenheit)
  • mehrere Vegetationszonen, wie etwa Tundra, Taiga, Waldtundra oder Steppe
  • mehr als 6 Millionen km²sind permanent von Dauerfrost betroffen
  • zahlreiche Bodenschätze lassen sich in Sibirien finden, etwa Erdöl, Diamanten oder Wolfram

Neben der Transsibirischen Eisenbahn gibt es noch andere Eisenbahnlinien, die eine wichtige Rolle in Sibirien spielen. Dazu zählen beispielsweise die Mittel- und Südsibirische Eisenbahn. Urlauber müssen also nicht zwangsläufig ein Auto mieten, sondern können auch auf die Schienen ausweichen. Manche Regionen können sowieso nur, aufgrund ihrer abgeschiedenen Lage, mit dem Flugzeug erreicht werden.

Visa für Sibirien am besten über eine Reiseagentur beantragen

 Ein Touristenvisa ist für Reisen nach Sibirien unerlässlich und es sind verschiedene Dinge notwendig, um dieses zu beantragen. Neben einem gültigen Reisepass und einem Passbild muss auch der Nachweis über eine Krankenreiseversicherung vorgelegt werden. Außerdem müssen Urlauber ihre Rückkehrwilligkeit versichern. Die Beantragung eines Touristenvisa ist also mit einem teils großen Aufwand verbunden.

Wer diesen vermeiden möchte, kann sich an eine Reiseagentur wenden, welche sich auf Russland-Reisen spezialisiert hat. Das Visa wird gegen eine geringe Gebühr beantragt und, gemessen am Aufwand, ist dies sicherlich der einfachere Weg. Zudem erspart man sich den Gang in das russische Konsulat. Ein Touristenvisa hat dann eine Gültigkeit von drei Monaten, die nur in Ausnahmefällen verlängert werden kann.

Sibirische Sehenswürdigkeiten, die in fast keinem Reiseführer Erwähnung finden

Natürlich gibt es etliche Reiseführer, die sich mit Thema Sibirien beschäftigen. Aber meist werden darin nur die großen, leicht erreichbaren Attraktionen der Region genannt. Es gibt aber noch viel mehr zu entdecken, meist in entfernten Gebieten gelegen. In Sibirien lohnt es sich manchmal, etwas abseits des Weges zu suchen. Gerade die Gegend rund um Nowosibirsk steckt voller geheimer Orte und wunderschöner Plätze, welche den meisten Touristen eher unbekannt sind. Dazu gehören etwa:

  • Botanischer Garten von Akademgorodok: Zugegebenermaßen ist es kein normaler, botanischer Garten, sondern vielmehr eine verwunschene Naturlandschaft. Der weitläufige Park ist an vielen Stellen völlig sich selbst überlassen und Besucher können sehen, wie die Natur sich ihren Weg durch so manch liebevoll gepflegtes Beet sucht. Interessant ist in jedem die Vielfalt an Baumarten, die in diesem botanischen Garten wächst.
  • Museum der Birkenrinde: Allein das urige Holzhaus, in dem das Museum untergebracht ist, lohnt schon einen Besuch. Aber auch die vielseitige Sammlung kann sich sehen lassen. Gezeigt werden Kunsthandwerksarbeiten, die ausnahmslos aus Birkenrinde gefertigt wurden. Die Auswahl reicht über Becher und reich verzierte Dosen bis hin zu religiösen Ikonen. Bei Führungen durch das Museum erfahren Besucher zudem noch etwas mehr über die Birkenrinde und ihre Geschichte.

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Die traditionelle Küche Sibiriens – eine völlig neue Geschmackswelt erleben

Die sibirische Küche ist über die Jahrhunderte weg durch viele Einflüsse geprägt worden. In vielen Regionen herrscht beispielsweise ein sehr raues Klima, das sich auch in der kulinarischen Vielfalt zeigt. In den dünn besiedelten Waldregionen sind bis heute Wild- und auch Fischgerichte an der Tagesordnung. Typische traditionelle Speisen Sibiriens sind etwa:

  • Pelmeni: Diese sibirische Maultaschenform wird in ganz Russland serviert und kann sowohl als alleinige Mahlzeit oder als Einlage in der Suppe gegessen werden. Im Inneren der kleinen Taschen verbirgt sich eine würzige Hackfleischfüllung und nach dem Formen werden Pelmeni in einer kräftigen Fleisch- oder Gemüsebrühe gekocht.
  • Omul: Ein Fisch, den es nur im Baikalsee gibt. Dieser kommt in verschiedenen Abwandelungen auf den Tisch, etwa als krosser Grillfisch oder als zarte, dampfgegarte Variante. Auf unnötige Zugabe von Gewürzen wird dabei verzichtet. Lediglich etwas Salz unterstreicht den interessanten Eigengeschmack des Omuls.
  • Blini: Die Pfannkuchen sind wohl eine der berühmtesten Speisen, die man aus der sibirischen Küche kennt. Sie können einfach nur mit saurer Sahne oder mit verschiedenen Sachen gefüllt werden. Zu den Klassikern zählen Blinis mit Beeren oder Fleisch.

Auch im Bereich der Vorspeisen gibt es in Sibirien viele traditionelle Gerichte. Dazu gehören beispielsweise gesalzener Knoblauch, getrocknete Fische und Taigabeeren.

Tee und Wodka dürfen bei einem echten sibirischen Essen nicht fehlen

Ein guter Wodka gehört in Sibirien einfach zur guten Esskultur dazu. Es gibt viele Anlässe, zu denen ein Glas getrunken werden kann. Ein weiteres Nationalgetränk, das in ganz Sibirien gerne und oft getrunken wird, ist Tee. Meist wird für die Zubereitung noch der traditionelle Samowar benutzt, in dem die starken Teesorten aufgebrüht werden. In Sibirien werden gerne schwarze Tees aus Indien getrunken. Nach der Zubereitung im Samowar wird der Tee dann noch auf die entsprechende Sorte verdünnt und mit Milch, Zucker oder auch Zitrone verfeinert. Dazu werden kleine Leckereien gereicht, wie etwa Konfekt oder süße Lebkuchen.

Nowosibirsk, Irkutsk und Co. – wo es die schönsten Restaurants in Sibirien gibt

Wer die traditionelle, sibirische Küche probieren möchte, sollte die kleinen Gasthäuser oder gemütlichen Restaurants aufsuchen. Gerade in den größeren Städten gibt es ein breit gefächertes, gastronomisches Angebot. Empfehlenswerte Adressen sind etwa:

  • Pechki-Lavochki in Nowosibirsk: In diesem traditionell gehaltenen Restaurant werden typische Speisen aus der russischen, beziehungsweise sibirischen Küche angeboten. Es liegt im Herzen der Stadt und ist eine der Vorzeigeadressen von Nowosibirsk. Gerade der Kvas ist im Pechki-Lavochki ein echtes Gedicht.
  • Restaurant Korchma in Irkutsk: Auf der Speisekarte stehen traditionelle Gerichte, die alle mit viel Liebe zubereitet werden. Die besondere Atmosphäre trägt ihr übriges zu einem unvergesslichen Erlebnis bei. Die kulinarische Erkundungstour wird von volkstümlichen Akkordeonklängen untermalt.

Neben den Restaurants in den großen Städten sind auch die Lokale rund um den Baikalsee sehr beliebt. Das Restaurant des Hotels Mayak etwa bietet seinen Gästen eine grandiose Aussicht auf den Baikalsee. Abgerundet wird das Erlebnis durch Fleisch- und Fischgerichte in vielen Variationen. Bei einem Besuch in Sibirien sollte man es also auf keinen Fall versäumen, auch kulinarisch mehr über die Region zu erfahren.

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Sibirien steckt voller schöner Plätze und interessanter Sehenswürdigkeiten

Das Land Sibirien ist größer als die gesamte USA und erstreckt sich auf einer Gesamtfläche von etwa 10 Millionen Quadratkilometer. Es ist in verschiedene Regionen unterteilt, die unterschiedlicher nicht sein können. Gleichzeitig ist es noch sehr dünn besiedelt. Auf einem Quadratkilometer leben statistisch gesehen 2,7 Menschen. Die Gesamteinwohnerzahl in ganz Sibirien liegt bei über 24 Millionen. Eine der Hauptverkehrsachsen ist das Gleisnetz der Transsibirischen Eisenbahn, um das sich herum der Großteil der Menschen angesiedelt hat. Große, bekannte Städte in Sibirien sind etwa:

  • Nowosibirsk: Diese Stadt ist eine der größten Städte Russlands, östlich des Uralgebirges gelegen. Sie ist eine wichtige Station an der Strecke der Transsibirischen Eisenbahn, was sie auch wirtschaftlich gesehen zu einem wichtigen Zentrum gemacht hat. Charakteristisch für Nowosibirsk sind die Häuser, die gestreng nach den Vorbildern des Konstruktivismus errichtet worden sind.
  • Omsk: Die Stadt liegt am Zusammenfluss von zwei Strömen, Om und Irtysch, und zählt zu den jüngeren Städten in Russland. Die Gründung erfolgte im Jahr 1716 und die Altstadt zeigt eine stilistische Mischung aus mehreren Epochen.

Aber auch die Landschaft von Sibirien hat ihre ganz eigenen Besonderheiten zu bieten, die bei einer Rundreise in aller Ruhe erkundet werden können.

Der Baikalsee – ältester und tiefster Süßwassersee auf der ganzen Welt

Mitten im südsibirischen Gebirge liegt einer der bekanntesten und spektakulärsten Seen der Welt. Der Baikalsee misst an seiner tiefsten Stelle 1.642 Meter und entstand wahrscheinlich vor rund zwei Millionen Jahren. Die Baikalregion zählt bereits seit mehreren Jahren zum UNESCO Weltnaturerbe und wird entsprechend geschützt. Dies hängt zum Teil auch mit der vielseitigen Tier- und Pflanzenwelt zusammen. So gibt es im Baikalsee eine spezielle Robbenart, die nur in dieser Region vorkommt. Die Baikalrobbe ist relativ klein und lebt ausschließlich im Süßwasser. Weitere Attraktionen rund um den Baikalsee sind:

  • Irkutsk: Die Universitätsstadt am Baikalsee ist ein wichtiges, wissenschaftliches Zentrum in der Region. Auch diese Stadt liegt entlang der Strecke der transsibirischen Eisenbahn. Wahrzeichen von Irkutsk ist die Erlöser-Kirche, die im Jahre 1723 erbaut wurde.
  • Baikalsk: Diese Stadt am südlichen Ufer des Baikalsees ist auch ein wichtiges, alpines Zentrum der Region. Ganz in der Nähe erhebt sich der Berg Sobolinaja, ein Mekka für Ski-Fans aus ganz Russland. Schnee gibt es hier von November bis Mai.

Ulan Ude – ein Besuch in der Hauptstadt der Burjatischen Republik lohnt sich

Über 300 Kilometer von Irkutsk entfernt liegt das Städtchen Ulan Ude, in dem rund 360.000 Menschen leben. Gerade das Zentrum der Stadt lässt einen Besuch so attraktiv erscheinen. Überall gibt es kleine, liebevoll gestaltete Parks, in denen sich gerade in den Sommermonaten das Leben abspielt. An warmen Tagen kann man Schachspielern über die Schulter schauen, selber Mühle oder Boccia spielen oder einfach nur ausgiebige Spaziergänge unternehmen. Ein weiteres Highlight in Ulan Ude ist das historische Erbe. In Ulan Ude steht beispielsweise der größte Leninkopf weltweit, ganz in der Nähe der burjatischen Nationaloper. Dank seiner vielen Kulturstätten hat die Stadt auch einen abwechslungsreichen Veranstaltungskalender zu bieten. So bunt, lebendig und farbenfroh präsentiert sich Sibirien in vielen Teilen.

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Museumsdorf Volksdorf in Hamburg – auf den Spuren eines früheren Walddorfes

Das Museumsdorf Volksdorf liegt sozusagen vor den Toren Hamburgs und zeigt, wie man früher außerhalb der Stadt lebte. Insgesamt neun Gebäude gibt es auf dem großen Gelände, die einen Einblick in längst vergangene Zeiten gewähren. Manche Häuser sind erst in den letzten Jahren aufwändig restauriert worden und erstrahlen heute in neuem, beziehungsweise altem Glanz. Im Museumsdorf Volksdorf gibt es unter anderem folgende Häuser:

  • Spiekerhus: Hierbei handelt es sich um das älteste Haus auf dem Gelände, das noch aus dem Jahre 1624 stammt. Gleichzeitig ist das Spiekerhus aber auch das älteste Geestbauernhaus der Hansestadt. Hier erfährt man mehr über die Bauweise, welche im 17. Jahrhundert üblich war.
  • Harderhof: Nach einem Brand vor etlichen Jahrzehnten wurde das Gebäude wieder errichtet. Im Inneren können Besucher erahnen, wie das Leben zur damaligen Zeit aussah. Die Wohnstube ist historisch eingerichtet worden und man hat das Gefühl, als würde die Familie jeden Augenblick zur Tür hereinkommen. Bei einem Besuch des Harderhofs sollte man auch in keinem Fall den Niederdeutschen Bauerngarten auslassen. Heimische Nutz- und Kräuterpflanzen werden hier angebaut.

Ein weiteres, besonderes Objekt ist die Grützmühle, die eigens im Museumsdorf Volksdorf neu errichtet wurde. Zuvor stand die Grützmühle noch in Hummelsbüttel.

Auf dem großen Gelände gibt es jede Menge zu sehen und zu erleben

Das Freilichtmuseum ist nicht nur für seine historischen Gebäude bekannt. Es gibt auf dem großen Gelände mehrere Stationen, die sich mit unterschiedlichen Themengebieten beschäftigen:

  • Schauacker: Der Acker erstreckt sich über eine Gesamtfläche von rund 500 m²und zeigt anschaulich, was das ganze Jahr über angebaut werden kann. Besucher erleben, wie durchdacht damals die Schädlingsbekämpfung betrieben wurde. Durch die wechselnde Bepflanzung hatten viele Schädlinge kaum eine Chance. Der Schauacker wird auch oft zum Schauplatz für Veranstaltungen aller Art. Dazu zählen etwa Flachs zum Leinen oder Kartoffeltag.
  • Urnengrab: Diese Grabstätte wurde erst vor einigen Jahrzehnten entdeckt und stammt aus der Zeit um 100 vor Christus. Die meisten der ursprünglich 125 Gräber sind über die Jahrhunderte weg zerstört worden. Eine Urnennachbildung zeigt, wie die Beerdigungsrituale früher aussahen.

Außerdem gibt es diverse Veranstaltungen und Workshops, die das Angebot im Museumsdorf Volksdorf bereichern. Ein Highlight ist beispielsweise die Veranstaltung Plattdüütsch-Krink in’t Museumsdörp. Wer möchte, kann auf Plattdeutsch schnacken, singen, lesen oder einfach nur zuhören. Im Museumsdorf Volksdorf wird noch Wert gelegt auf die regionale Mundart.

Das Museumsdorf Volksdorf ist lebendig und bietet etliche Überraschungen

Immer wieder werden interessante Projekte im Museumsdorf Volksdorf ins Leben gerufen. Im Rahmen dieser Projekte ergibt sich nicht nur für die Mitarbeiter die Chance, sich aktiv ins Geschehen einzubringen. Auch Besucher des Museumsdorfes können unter Umständen mithelfen. So arbeitete das Museumsdorf Volksdorf beispielsweise schon mit einem regionalen Imkerverein zusammen. Den Bienenstand gibt es bis heute, gekennzeichnet durch eine Holzeule, welche in den Stamm eingearbeitet wurde. Ein weiteres, großes Projekt war der Bau eines Schachtbrunnens, der nach historischen Vorbildern errichtet worden ist. Der Brunnen wird noch heute zur Bewässerung der Gärten genutzt und ist somit ein wichtiger Bestandteil im Museumsdorf Volksdorf.

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