Historisch-Technisches Museum Peenemünde – ein Museum rund um die Militärgeschichte

Auf dem Gelände der ehemaligen Heeresversuchsanstalt Peenemünde entstand im Laufe der Jahre ein interessantes Museum, das sich einem ganz besonderen Gebiet widmet. In der Ausstellung und der großen Sammlungen stehen die technischen Errungenschaften der Militärgeschichte im Vordergrund. Dabei werden allerdings nicht die unangenehmen Begleiterscheinungen außer Acht gelassen, die der Fortschritt vielerorts mit sich brachte. Im Mittelpunkt des Historisch-Technischen Museums Peenemünde steht die Rakete A4, die von Peenemünde aus auch zur damaligen Zeit ins All geschickt wurde. Eine Sensation, denn schließlich war es die erste Rakete, die ins All geschossen wurde. Es wird auf den Bau eingegangen und auf die Beteiligung der Zwangsarbeiter oder Kriegsgefangenen. Das Historisch-Technische Museum Peenemünde ist aber noch mehr. Es ist Begegnungsstätte und ein Mahnmal für den Frieden.

Die Ausstellungsfläche umfasst mehr als 5.000 Quadratmeter

Ob Interviews mit Zeitzeugen, Originaldokumente oder technische Geräte, die Ausstellung im Historisch-Technischen Museum Peenemünde deckt viele Facetten ab. Thematisch gibt es zwei Bereiche im Museum: Die Anfänge der Raketenentwicklung und die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Zu den Highlights auf dem Ausstellungsgelände zählen:

  • Nachbau einer A4: Ein exakter Nachbau der ersten Rakete mit Flüssigkeitstriebwerk ist der Höhepunkt der Ausstellung. Besucher haben die Möglichkeit, die damalige Wunderwaffe aus der Nähe zu sehen und sogar anzufassen. Auf Schautafeln werden die einzelnen Bereiche und Funktionen genauestens erklärt.
  • Fieseler Fi 103: Hierbei handelt es sich um eine genaue Nachbildung des früheren Marschflugkörpers aus dem Zweiten Weltkrieg. Die Fieseler Fi 103 galt als Vergeltungswaffe 1 und kam bei nahezu allen Luftangriffen der Nazis zum Einsatz.

Auf dem großen Freigelände gibt es aber noch mehr zu entdecken, wie etwa das Raketenschnellboot Hans Beimler. Dieses Schnellboot war eines der beliebtesten Modelle der Volksmarine und beeindruckt alleine schon wegen seiner beachtlichen Ausmaße.

Historisch-Technisches Museum Peenemünde  – Ein Besuch gibt Gelegenheit für einen Rundgang durch die kleine Gemeinde

Peenemünde ist eine der Vorzeige-Gemeinden auf Usedom und ist über die Grenzen von Mecklenburg-Vorpommern bekannt. Sie bildet den nördlichen Endpunkt der Insel und grenzt an das malerische Karlshagen. Ein Spaziergang durch die Gemeinde versetzt Besucher in eine längst vergangene Zeit zurück. In vielen Bereichen finden sich noch verlassene Gebäude aus Nachkriegs- oder DDR-Zeit. Daneben gibt es noch zahlreiche andere Angebote in der Gemeinde, wie etwa:

  • Phänomenta Peenemünde: Ein Museum der etwas anderen Art, das sich für einen Besuch mit der ganzen Familie anbietet. Hier ist Mitmachen ausdrücklich erwünscht. Besucher werden in das Reich der Physik entführt, das sich mit allen Sinnen erfahren und erleben lässt. Es gibt mehr als 200 Stationen, an denen diverse Versuche angeboten werden.
  • Spielzeugmuseum Peenemünde: Dies ist eines der neuesten Museen in der Gemeinde und entführt Besucher in die Welt des Spielzeugs. Die Ausstellung besteht aus mehr als 20.000 Exponaten, die von Privathand zusammengetragen worden sind. Ein Museum, das nicht nur Kinder begeistern kann.

Auch der Veranstaltungskalender von Peenemünde hat das ganze Jahr über einige Highlights zu bieten, wie etwa der Tag des offenen Denkmals im September, Sonderausstellungen in der Heeresversuchsanstalt oder die musikalische Reihe Peenemünder Konzert mit nationalen und internationale Orchestern.

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