Segeln in den Masuren – die bekannte Strecke von Węgorzewo nach Ruciane Nida

Die masurische Seenlandschaft ist nicht nur für Erholungsurlauber ein echtes Paradies. Auch Segler treffen in der Region auf Herausforderungen aller Art. Zu einer der bekanntesten Segelstrecken zählt die Route zwischen Węgorzewo nach Ruciane Nida. Diese Segelstrecke gehört zu den Hauptwegen und führt von Węgorzewo (zu Deutsch Angerburg) über Mikołajki nach Ruciane Nida (Nieden). Die Hauptreisezeit für einen entspannten Segeltörn liegt zwischen Juli bis August, aber auch in den anderen Monaten hat die Gegend ihren ganz eigenen Reiz. Entlang der Strecke gibt es zudem etliche schöne Plätze oder Sehenswürdigkeiten, die einen kleinen Abstecher wert sind, wie etwa:

  • Lötzen: Das polnische Giżycko ist einer der wichtigsten Orte in der Region und hat auf dem Wasserweg eine Besonderheit zu bieten. Hier gibt es eine Drehbrücke, die bereits Ende des 19. Jahrhunderts erbaut worden ist. Bis heute muss die auffällige Konstruktion manuell geöffnet werden.
  • Kreuzritterburg Giżycko: Die Burg wurde, wie der Name bereits erahnen lässt, von Kreuzrittern errichtet und zwar Mitte des 14. Jahrhunderts. Heutzutage ist nur noch ein Flügel übrig geblieben, der allerdings nicht aus der Anfangsbauzeit stammt.

Mehr über Angerburg und Umgebung auf dem Segeltörn erfahren

Die Masuren können auf eine lange, bewegte Vergangenheit zurückblicken, die sich auch im Städtchen Angerburg zeigt. Bereits im Jahre 1335 lassen sich erste urkundliche Hinweise auf die Existenz einer Ansiedlung auf dem Gebiet des heutigen Węgorzewo finden. Zur damaligen Zeit war der Name nur etwas anders und der Ort wurde noch als Angerburg bezeichnet. In der Folge spielte Angerburg in diversen Kriegen oder Unruhen eine wichtige Rolle. Eines der wichtigsten Ereignisse war die Gründung der Behinderteneinrichtung Bethesda, die weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt wurde. Zu den interessanten Sehenswürdigkeiten von Angerburg zählen:

  • Schloss Angerburg: Eines der ältesten Gebäude von Angerburg, das bereits im Jahre 1398 errichtet worden ist. Das Schloss, welches zum großen Teil von der Roten Armee zerstört wurde, erstrahlt heute in neuem Glanz, kann aber nicht besichtigt werden. Allerdings soll dort in naher Zukunft ein Hotel entstehen.
  • Kirche St. Peter und Paul: Der sakrale Bau entstand im Jahre 1611 und ist heute die katholische Hauptkirche von Węgorzewo. Bereits die spätgotische Außenfassade ist beeindruckend und im Inneren steht die älteste Orgel von ganz Ostpreußen.

Ruciane-Nida ist Endpunkt des Segeltörns, eingebettet zwischen zwei wunderschönen Seen. Die Siedlungsgeschichte der Stadt geht bis ins 14. Jahrhundert zurück, aber die eigentliche Stadt Ruciane-Nida entstand erst Ende des 20. Jahrhunderts durch die Vereinigung von zwei Orten. Die beiden Seen auf dem Stadtgebiet sind Anziehungspunkt für viele Wassersport-Fans, wobei nicht nur Segeln im Vordergrund steht.

Auch kulinarisch hat die Segelstrecke einige Überraschungen zu bieten

Ob Ruciane-Nida oder Węgorzewo, entlang der Strecke lassen sich viele kleine, teils traditionelle Restaurants finden, die kulinarische Highlights anbieten. Bekannt für exzellentes, polnisches Essen ist das Restaurant Karczma in Węgorzewo. Das urige Ambiente bietet einen Einblick in ostpreußische Traditionen und auf der Karte stehen zudem auch internationale Spezialitäten. Ein echter Geheimtipp für leckere Fischgerichte ist das Restaurant Kapiodoro in Ruciane-Nida, das zum Großteil mitteleuropäische Küche anbietet. So findet der Segeltörn von Węgorzewo nach Ruciane-Nida auch kulinarisch einen würdigen Abschluss.

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