Der Leuchtturm Stilo nahe Łeba – Ein polnisches Wahrzeichen

Latarnia Morska Stilo, so heißt der Leuchtturm Stilo mit vollständigem Namen. In früheren Jahren stand im polnischen Łeba bereits eine Bake, die etwa 20 Meter hoch war und als Orientierungsfeuer genutzt wurde. Der heutige Leuchtturm wurde im Jahre 1904 erbaut und zwar auf einer 45 Meter hohen Düne. Die Entfernung zur Ostsee beziehungsweise zum Ufer beträgt rund 1.000 Meter. Der Turm ist insgesamt 33,4 Meter hoch, sodass sich das Licht in einer Gesamthöhe von 75 Metern über dem Meeresspiegel befindet. Die Reichweite des Leuchtfeuers liegt bei mehr als 23 Metern. Die Bauweise des Turms stellte für die damalige Zeit ein echtes Novum dar, denn es wurde kein Backstein oder Beton zu Bau benutzt. Stattdessen kamen Stahlsegmente zum Einsatz, die speziell verschweißt worden sind.

Eine aufwändige Sanierung sorgte für den Erhalt des Turmes

Im Jahre 1975 wurde der Leuchtturm Stilo aufwändig saniert, wobei die alte Optik erhalten blieb. Heutzutage kann der Leuchtturm besichtigt werden und auch das Leuchtfeuer mit den leistungsstarken Halogen-Lampen ist für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden. Es werden verschiedene Führungen angeboten, wobei die Besichtigung allerdings nur in den Sommermonaten möglich ist. In den Wintermonaten ist der Leuchtturm für die Öffentlichkeit gesperrt. Aber schon die Außenansicht des Leuchtturms kann in Erinnerung bleiben, dank der Farben Schwarz, Weiß und Rot. Auch nach der Sanierung des Turmes wurde diese Farbenfolge beibehalten.

Mehr über die Geschichte des Leuchtturms können Besucher im Museum erfahren

Im benachbarten Rozewie gibt es eine Ausstellung im örtlichen Museum, die sich nur mit der Geschichte des Leuchtturms Stilo und deren Leuchtfeuer beschäftigt. In der Anfangszeit des Leuchtturms diente noch ein Gasfeuer als Lichtquelle, das mittels verschiedener Prismen und Spiegeln in die entsprechende Richtung gelenkt wurde. Danach folgte eine weitere Besonderheit: Eine Scheibenlinse, angebracht auf einem rotierenden Tisch. Auch diese Konstruktion kann im Museum besichtigt werden, wo unter anderem auch mehr über die Geschichte der Leuchtturmwärter verraten wird. Jahrelang wurde der Leuchtturm Stilo von einer Familie betrieben, was erst zum Ende des Zweiten Weltkriegs ein Ende fand. Auch danach folgten noch viele schillernde Persönlichkeiten als Leuchtturmwärter, wie etwa ein ehemaliger Funker.