Der norwegische Beerenberg – der nördlichste Vulkan der Erde

Inmitten auf der Insel Jan Mayen liegt der Vulkan Beerenberg, der nach einem der norwegischen Könige benannt worden ist. Es handelt sich um den nördlichsten Vulkan, den man auf der Erde über dem Meeresspiegel finden kann. Doch, nicht allein darin erklärt sich die Faszination, die er ausstrahlt. Von der Höhe her gesehen, ist Beerenbergen einer der höchsten Punkte in ganz Norwegen. Er bestimmt, dank seiner imposanten Erscheinung, die Vulkaninsel Jan Mayen in ihrer kargen Anmut. Sonst würde es auch keine Attraktion auf Jan Mayen geben, denn Dörfer, Städte oder Menschen sucht man hier vergeblich. Lediglich einige Forscher leben auf der Insel und haben sich der Erforschung des Beerenbergs verschrieben. Im Winter lässt sich die Insel zudem nur schwer erreichen, denn dann gibt es, dank des arktischen Klimas, dickes Packeis rund um das vulkanische Eiland.

Der letzte Ausbruch fand vor rund 30 Jahren statt

Trotz des unwirtlichen Klimas rund um den Beerenberg hat sich über die Jahre hinweg eine interessante Fauna und Flora entwickelt. Hier nisten Papageitaucher und es wachsen zahlreiche, seltene Moos- und Flechtarten. Mit etwas Glück kann man hier sogar Walrosse und Eisbären in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten. Die Tiere, die sich auf Jan Mayen niedergelassen haben, können ein relativ ungestörtes Leben führen. Immerhin wird die Insel des Beerenbergs auch gerne als isoliertestes Eiland der Welt bezeichnet. Schiffe legen dort nicht an und, wer den Beerenberg besuchen möchte, kann eine Bootstour buchen.

Der Beerenberg kann auch bestiegen werden

Viele risikofreudige Bergsteiger haben sich im Laufe der Jahre an die Besteigung des Beerenbergs gewagt. Die Erstbesteigung erfolgte bereits im Jahre 1921, die sich, aufgrund der ausgedehnten Eiskappe, als nicht ganz problemlos erwies. Auch heute noch können Expeditionen auf den Beerenberg unternommen werden, die bis hinauf auf den 2.277 Meter hohen Gipfel führen. Allerdings sollten sich nur geübte, erfahrene Bergsteiger an die Besteigung des Beerenberg wagen. Ist es einmal geschafft, hat man vom Gipfel aus eine atemberaubende Aussicht über die Insel Jan Mayen und die umliegende Grönlandsee. Fast wirkt es dann so, als ob man ganz alleine auf der großen, weiten Welt wäre.

Der Vulkan Eyjafjallajökull – einer der großen Giganten Islands

An der südlichen Spitze Islands befindet sich einer der bekanntesten Vulkane, der für eine ganze Zeit den europäischen Luftverkehr lahmlegte. Der Vulkan Eyjafjallajökull ist, nach seiner Entstehung vor etwa 800.000 Jahren, bereits mehrfach ausgebrochen. Allerdings wurden seit der Besiedlung von Island nur fünf Ausbrüche vermerkt. Einer der bekanntesten ereignete sich im Jahre 2010, jener besagte Ausbruch, der die Luftfahrt mehrere Tage unmöglich machte. Der Vulkan ist einer der größten Gletscher auf isländischem Boden und wird als subglazialer Vulkan bezeichnet. Ein gigantisches Eisfeld bedeckt die Caldera auf dem Gipfel des Vulkans, der sich über 1.650 Meter in den Himmel Islands erhebt. Schon der Name des Vulkans lässt seinen Ursprung erkennen, denn Eyjafjallajökytl heißt nichts anderes als Inselgletscher.

Wanderungen auf dem Eyjafjallajökull erfreuen sich großer Beliebtheit

Der isländische Vulkan hat nicht nur wegen seiner gigantischen Ausbrüche einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Er ist auch bei Wanderern sehr beliebt, denn, wo sonst, lässt sich die Gletscherlandschaft in ihrer ganzen Vielfalt erkunden? Die Erstbesteigung des Eisgiganten erfolgte bereits Ende des 18. Jahrhunderts, genauer gesagt im Jahre 1793. Es gibt mehrere Touren, die auf den Gipfel des Eyjafjallajökull führen. Eine der bekanntesten beginnt am Pass Fimmvörðuháls, welche direkt auf den Gletscher zusteuert. Allerdings sollte die Tour nur mit einem Führer unternommen werden. Bei schlechter Sicht sind Wanderungen auf den Gipfel nicht möglich, da Gletscherspalten und ähnliches oft nicht erkannt werden. Zudem herrscht bei widrigen Witterungsbedingungen eine schlechte Sicht auf dem Gipfel selber, da dieser über der Wolkengrenze liegt.

Eyjafjallajökul liegt rund zwei Stunden von Reykavìk entfernt

Die Landschaft rund um den Vulkan wird von einer wilden, idyllischen Schönheit bestimmt. Eine echte Augenweide ist beispielsweise der Wasserfall, der vom Gletscherwasser gespeist wird. Über 66 Meter fällt der sogenannte Seljandsá in die Tiefe, bevor er in einer grünen, fruchtbaren Landschaft verschwindet. Hier hat man noch das Gefühl, dass die alten isländischen Legenden wieder lebendig werden können. Und, auch in der unmittelbaren Gegend rund um den Eyjafjallajökull liegt ein sagenumwobenes Land. Þórsmörk ist ein kleines Waldgebiet, in dem einst die Germanen dem Donnergott Thor huldigten. In Island ist alles etwas mystisch!

Einer der gefährlichsten Vulkane weltweit – der Vesuv am Golf von Neapel

Der Vesuv gilt als einer der gefährlichsten Vulkane der Welt, was mit seinen verheerenden Eruptionen im Laufe der Jahre zusammenhängt. Einer der bekanntesten Ausbrüche des Vulkans ereignete sich im Jahre 79 nach Christus und resultierte im Untergang dreier Städte. Dazu gehörte auch das weltberühmte Pompeji, dessen Überreste bis heute besichtigt werden können. Aber, nicht allein das macht ihn zu einem der gefährlichsten Vulkane. Der Vesuv ist dafür bekannt, dass er über Jahrzehnte keinerlei Aktivität vorweist. Kommt es dann nach dieser Ruhezeit zu einer Eruption, so ist diese meist von gewaltigem Ausmaß. Entstanden ist der heutige Vulkan etwa im 3. Jahrhundert nach Christus und wird, in der Fachsprache, als Sommavulkan bezeichnet.

Der Vesuv ist die immerwährende Bedrohung für Neapel

Die Millionenstadt Neapel liegt nur wenige Kilometer vom Vulkan entfernt und ist somit auch bei einem Ausbruch potentiell gefährdet. Der letzte Ausbruch fand im Jahre 1944 statt. Seitdem konnte keine nennenswerte Aktivität verzeichnet werden. Der Vesuv ist und bleibt der Schicksalsberg im Süden Italiens. Über 1.280 Meter hoch erhebt sich der Vesuv über den Golf von Neapel. Seine seismischen Aktivitäten werden strengstens überwacht, um im Falle eines Ausbruches die Bevölkerung rechtzeitig warnen zu können. Am Vesuv befindet sich auch eine der ältesten Forschungseinrichtungen dieser Art auf der ganzen Welt. Das Observatorium wurde im Jahre 1841 errichtet und zählt zu den modernsten Einrichtungen auf diesem Gebiet. Aber, nicht nur der Vesuv stellt eine Gefahr für die Gegend rund um Neapel dar.

Die Phlegräischen Felder sind mit dem Magmafeld des Vesuvs verbunden

Ganz in der Nähe des Vesuvs liegen die Phlegräischen Felder, die bei einem eventuellen Ausbruch für erhebliche Probleme sorgen könnten. Neueste Untersuchungen haben gezeigt, dass die Region sich mit dem Vesuv eine große Magmakammer teilt. Überall findet man heiße Thermalquellen in diesem Gebiet, das sich gerade bei Wanderern großer Beliebtheit erfreut. Wer möchte, kann auch den Gipfel des Vesuvs besteigen. So gibt es beispielsweise eine Strecke, die über eine Länge von vier Kilometern direkt auf den Gipfel führt. Oben angelangt können die Wanderer einen unvergesslichen Blick in den Krater des Vesuvs werfen.

Der höchste Vulkan in ganz Europa – der Pico del Teide

Der Pico del Teide liegt auf der beliebten Urlaubsinsel Teneriffa und ist nicht nur der höchste europäische Vulkan, sondern auch einer der höchsten weltweit. Insgesamt umfasst er eine Höhe von 3.718 Meter und ist somit auch höher als die anderen spanischen Bergketten. Der Vulkan soll, der Legende nach, früher Heimat von Dämonen gewesen sein. Heutzutage ist er in jedem Fall eine der bekanntesten und imposantesten Sehenswürdigkeiten der Kanarischen Inseln. Die Caldera, also die Landschaft, welche den Vulkan umgibt, gehört zum Weltnaturerbe der UNESCO. Rund um den Pico del Teide leben viele seltene Tierarten und auch exotische Pflanzen lassen sich hier finden. Dazu gehören beispielsweise viele Pinienarten, die es nur in dieser speziellen Gegend gibt.

Gipfelbesteigungen sind mit Erlaubnis möglich

Der Gipfel des Pico del Teide ist bereits von Weitem sichtbar und scheint die Insel zu dominieren. In den Wintermonaten bedeckt meist glitzernder Schnee die schroffen Berghänge, was für bizarre Lichtspiele sorgt. Entstanden ist der Pico del Teide etwa vor 170.000 Jahren und eine der letzten Eruptionen fand im Jahre 1909 statt. Zum Schutze der Landschaft wurde der Nationalpark Pico del Teide geschaffen. Jedes Jahr kommen mehr als 3 Millionen Besucher, um die Schönheit des Schichtvulkans zu bewundern. Wer den Gipfel erklimmen möchte, muss bei der Nationalparkverwaltung eine Genehmigung beantragen. Dies stellt in der Regel allerdings kein Problem dar. Die ganze Strecke muss aber nicht ausschließlich zu Fuß zurückgelegt werden. Eine Seilbahn bringt Besucher auf eine Höhe von rund 3.500 Metern.

Ein großes Wandernetz führt durch den Nationalpark

Für Trekking-Freunde oder Wanderer ist der Pico del Teide genau das richtige Ziel. Über die Jahre hinweg hat sich ein vielfältiges Streckennetz gebildet, das Herausforderungen für Wanderer aller Art bereithält. Insgesamt stehen 12 Wanderwege zur Verfügung, die zu unterschiedlichen Regionen rund um oder auf dem Vulkan führen. Der Aufstieg zum Gipfel etwa erstreckt sich über eine Länge von über 12 Kilometern und bedarf einiger Erfahrung. Beschilderungen und Kennzeichnungen entlang des Weges geben Aufschluss über Richtung, Länge und ungefähre Dauer der Touren. Ideal, um den Pico del Teide mit seinen Facetten kennen zu lernen.

Der größte europäische Vulkan – der Ätna auf Sizilien

Ein Naturwunder für sich, das bis heute aktiv ist. Das ist der Vulkan Ätna, der über 3.300 Meter auf der italienischen Insel Sizilien in die Höhe ragt. Seit 2013 gehört der Vulkan zum UNESCO Weltnaturerbe und bereits der Name lässt auf seine aktive Vergangenheit schließen. Mit dem deutschen Begriff „brennend“ lässt sich Ätna übersetzen und immer wieder gibt es Erdbeben oder kleinere Ausbrüche. Ein Grund dafür, dass sich die Höhe des Vulkans im Prinzip jedes Jahr ändert. Über die Jahre hinweg haben sich etliche Krater aufgetan, die heute auch besucht werden können. Schon seit Ende der 90er-Jahre wurde das Gebiet zum Naturschutzgebiet erklärt, das fast 6.000 Hektar umfasst. Besonders ist die besondere Pflanzenwelt, die in den kleinen Grotten entstanden ist. Sehr vielfältig ist beispielsweise die Menge an Flechten oder Moosen, die dort wachsen.

Einer der größten Ausbrüche fand 1669 statt

Im Jahre 1669 fand eine der folgenschwersten Ausbrüche des Ätna statt. Damals wurde die Stadt Catania zerstört. Einzig das Castello Ursino, eine imposante Festungsanlage aus dem 13. Jahrhundert, wurde verschont. Heutzutage liegt sie, aufgrund des Lavastroms, etwas weiter im Inselinneren und wurde zum Museum umgewandelt. Bekannt geworden ist das Museum dank seiner großen Sammlung an Skulpturen aus verschiedenen Jahrhunderten. Die Stadt Catania wurde dann an anderer Stelle wieder errichtet.

Geführte Touren zeigen die Schönheit des Mongibello

Besucher haben die Möglichkeit, den Gipfel des Ätna zu erklimmen. Eine Seilbahn bringt interessierte Touristen bis auf eine Höhe von rund 3.000 Meter. Wer dann noch weiter möchte, kann dies in einem der Geländewagen. Die Tour führt durch eine einzigartige Kraterlandschaft und überall ist die Aktivität des mächtigen Vulkans zu spüren, der in der Landessprache auch als Mongibello bezeichnet wird. Für Besucher, die nicht ganz so hoch hinaus möchten, bietet sich die Aussichtsplattform an. Diese liegt auf einer Höhe von rund 1.900 Metern. Für Reisende, die lieber selber auf Entdeckungstour gehen möchten, gibt es eine Auswahl von Trekking- und Wanderwegen. In den Sommermonaten kann man rund um den Ätna auch Mountainbike fahren. Der Vulkan Ätna ist so wandelhaft wie die Landschaft und hält viele Überraschungen bereit.

Eine beliebte Kulisse für viele Filme – Ait Benhaddou

Im Südosten des Landes, über 100 Kilometer von Marrakesch entfernt, liegt das Ksar Ait Benhaddou. Bei einem Ksar handelt es sich um ein befestigtes Dorf, welches meist aus natürlichen Materialien hergestellt worden ist. Die Geschichte von Ait Benhaddou reicht zurück bis weit ins 11. Jahrhundert, als die Berber an dieser Stelle ihr Dorf errichteten. In den 70er-Jahren des 20. Jahrhunderts wurde dann mit Restaurierungsarbeiten begonnen, um die langsam zerfallenden Gebäude zu erhalten. Ausschlaggebender Punkt für die Restaurierung war in erster Linie der Film „Jesus von Nazareth“, von dem Teile in Ait Benhaddou gedreht werden sollten. In den folgenden Jahren wurden noch viele Filme in der imposanten Kulisse gedreht, wie etwa „Die Mumie“ oder „Gladiator“. Seit dem Jahre 1987 gehört Ait Benhaddou zum UNESCO Weltkulturerbe.

Kleine Häuser wechseln sich mit beeindruckenden Burgen ab

Das Ksar Ait Benhaddou liegt direkt am Fuße des Hohen Atlasgebirges und stellt ein Sinnbild für die Bauweise in früheren Zeiten dar. Ait Benhaddou ist eine Besonderheit, denn kaum eine andere Lehmsiedlung befindet sich heute in einem so guten Zustand. Es ist ein großes Freilichtmuseum, in denen die Besucher die Möglichkeit haben, tief in die Geschichte einzutauchen. Einige Häuser sind immer noch bewohnt, allerdings sind die meisten Bewohner von Ait Benhaddou in das neue Dorf umgezogen, was in der Nähe erbaut worden ist. Es gibt sogar Planungen, die eine dauerhafte Besiedlung möglich machen sollen.

Einige Restaurants gibt es in Ait Benhaddou und der näheren Umgebung

Es gibt einige Hotels, Restaurants und Cafés, die sich im Laufe der Jahre in der Nähe der alten Kasbah niedergelassen haben. Dazu zählt etwa das Bagdad Café, das nur wenige hundert Meter vom alten Ait Benhaddou entfernt liegt. Dort werden marokkanische Spezialitäten angeboten und das Ambiente wird so manchem Gast bekannt vorkommen. Immerhin war das Bagdad Café schon Schauplatz in etlichen Filmen. Einen wunderschönen Ausblick und exzellentes Essen kann man im Maison D’Hote chez Brahim genießen. Die Dachterrasse ist sehr geräumig und bietet freie Sicht auf weite Teile der alten Kasbah. Ait Benhaddou ist ganz anders als die großen Touristenpunkte, wie etwa Marrakesch oder Casablanca.

Meknes – die Königsstadt am Rande des Atlasgebirges

Die Stadt Meknes, die zu den vier marokkanischen Königsstädten zählt, ist alleine schon wegen ihrer Lage eine Reise wert. Meknes befindet sich auf einer langgezogenen Ebene, die etwa 500 Meter über dem Meeresspiegel liegt. Besonders ist die fruchtbare Landschaft, die nicht so typisch für den Rest Marokkos ist. Und im Hintergrund türmt sich das Atlas-Massiv auf. Ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen oder Trekking-Touren durch die interessante Landschaft. Aber auch historisch gesehen ist Meknes eine sehr interessante Stadt, die viele Sehenswürdigkeiten zu bieten hat. Bis heute lassen sich im Zentrum Reste der alten Siedlungen aus dem 10. Jahrhundert erkennen, die noch von den Almoraviden stammen. Eines der Wahrzeichen von Meknes ist das Bab El Mansour, das bereits Mitte des 18. Jahrhunderts erbaut worden ist. Früher fanden genau dort die Hinrichtungen statt. Heutzutage ist es eher als Eingang in das alte Zentrum von Meknes zu sehen.

Viele islamische Bauten finden sich in der Stadt wieder

Bei einem Spaziergang durch die Altstadt von Meknes stellt man schnell fest, dass der islamische Glauben fest in der Gesellschaft verwurzelt ist. Es gibt eine Reihe von Moscheen, wie etwa die Moschee Nejjarine. Diese Moschee ist eine Besonderheit für sich, denn sie stand noch aus der Gründungszeit der Stadt. Erbaut wurde sie im 10. Jahrhundert und gehört seit 1996, wie die anderen Teile der Altstadt auch, zum UNESCO Weltkulturerbe. Ein weiteres, bedeutendes Bauwerk ist die Medersa Bou Inania, die unter anderem einen wunderschön gestalteten Innenhof zu bieten hat.

Eine vielfältige kulinarische Landschaft erwartet die Besucher

Meknes ist in vielen Teilen immer noch ruhig und beschaulich, was sich auch in den Restaurants oder Cafés zeigt. In den meisten Restaurants stehen die traditionellen, marokkanischen Gerichte auf der Speisekarte. Gerade die Couscous-Varianten sind sehr vielfältig und halten so manche Überraschung für den Gaumen bereit. Eines der beliebtesten Riads der Stadt ist etwa das Riad Yacout, in dem ausschließlich marokkanisches Essen auf der Karte steht. Gerade bei Einheimischen ist das Riad beliebt, sodass man die Gelegenheit hat, mit Menschen aus fremden Kulturen ins Gespräch zu kommen. Dies kann einen Aufenthalt in Meknes unvergesslich machen.

Die Perle im Süden Marokkos – Marrakesch kennen und lieben lernen

Marrakesch hat eine ganz eigene Magie, der sich kaum ein Besucher entziehen kann. Immerhin fungierte die Stadt schon als Namensgeber für das heutige Marokko. Als Sammelplatz für Karawanen, so nahm alles seinen Anfang. Bereits vor rund etwa 3.000 Jahren war Marrakesch von großer Bedeutung in der arabischen Welt. Das besondere Stadtbild, mit seinen reich verzierten Gebäuden, hat Marrakesch über die Stadtgrenzen hinaus berühmt gemacht. Dabei wurden zum Bau viele natürliche Materialien verwendet, wie etwa Lehm oder verschiedene Steinarten. Blickt man in die Innenhöfe einiger Häuser, wird man meistens wunderschöne, idyllisch anmutende Gärten entdecken. Gerade bei hochherrschaftlichen Villen entstanden so wahre Oasen inmitten der großen Stadt.

Viele aufregende Sehenswürdigkeiten und interessante Museen

Die Stadt hat ihren Besuchern einige Attraktionen zu bieten. Ein wichtiger Treffpunkt in der Stadt ist Djeema e-Fna. Der Platz ist bei Händlern aus Marokko beliebt und man kann frisches Obst, Gemüse und Gewürze kaufen. Auch traditionelles Kunsthandwerk wird angeboten. Wohl einer der schönsten Gärten der Stadt ist der Jardin Majorelle, der den Besucher in eine Welt aus tropischen Pflanzen entführt. Der Garten wurde jahrelang von keinem geringeren gepflegt als dem bekannten, französischen Modeschöpfer Yves Saint Laurent. In der angeschlossenen Villa befindet sich zudem eine große Sammlung mit Kunstgegenständen aus der islamischen Welt. Eine ganz eigene Atmosphäre kann man beim Besuch der Saadier-Gräber erfahren. Hier liegen die sterblichen Überreste von früheren Sultanen, umrahmt von Marmor und zahlreichen Mosaikgebilden.

Orientalische Köstlichkeiten werden in den Restaurants angeboten

Gerade in der Innenstadt von Marrakesch befinden sich viele Restaurants, in denen die landestypischen Spezialitäten auf der Speisekarte stehen. Eine exzellente Küche, gepaart mit einer wunderschönen Aussicht, können die Gäste im Restaurant Namazake genießen. Das Restaurant liegt in der obersten Etage des Hotels Delano und sogar orientalisch inspiriertes Sushi wird angeboten. Das Restaurant Djellabar besticht durch seine aufregend andere Ausstattung, die durch viele moderne Stilelemente bestimmt wird. Es ist eines der beliebtesten Restaurants in Marrakesch und ein Hot Spot für Künstler, Musiker und andere kreative Köpfe. Marrakesch kann einen bleibenden Eindruck hinterlassen und bietet eine Vielzahl von Attraktionen.

Das kulturelle Zentrum Marokkos – die alte Königsstadt Fès

Die Stadt Fès, eine der größten Städte Marokkos, war in früheren Zeiten eine bedeutende Königsstadt. Bereits im 8. Jahrhundert wurde Fès gegründet und war jahrhundertelang die Hauptstadt des Landes. Genau hier wurde auch eine der ersten Universitäten in ganz Marokko gegründet. Fès wurde dadurch im 11. Jahrhundert zum geistigen Zentrum. Heutzutage präsentiert sich den Besuchern ein abwechslungsreicher kultureller Mix und tief verwurzeltes, geschichtliches Erbe. In der Altstadt von Fès haben sich bis heute die alten, verwinkelten Gassen erhalten können. Wie ein Labyrinth schlängelt sich die Altstadt durch Fès. Überall findet sich eine Gelegenheit, um Souvenirs, Gewürze oder traditionelles Kunsthandwerk zu kaufen. Wahrzeichen der Stadt ist die Qarawiyin-Moschee, ein Sinnbild islamischen Glaubens. Sie besteht komplett aus Ziegelstein und ihre weiße Außenfront ist bereits von weitem sichtbar.

Fès zählt zum Weltkulturerbe der UNESCO

Über eine Million Einwohner leben in Fès und durch die Universität hat es auch viele junge Leute in die Stadt verschlagen. Dies zeigt sich auch an der belebten Bar- und Clubszene. Die wohl schönsten Sonnenuntergänge in der Stadt kann man beispielsweise im Sofitel Fès Palais Jamais bewundern. Die Bar liegt auf einer großen Dachterrasse, von der aus man eine atemberaubend schöne Aussicht über die Stadt genießen kann. Zu den neueren Angeboten zählt die Fez Lounge, die zudem noch ein Restaurant und eine gemütlich, orientalisch geprägte Shisha Lounge zu bieten hat.

In Fès ist immer etwas los!

Das Leben spielt sich in Fès auf den öffentlichen Straßen und Plätzen ab. Auch der Veranstaltungskalender der marokkanischen Stadt steckt voller Highlights und gerade im Sommer findet ein großes Festival statt, an dem man mehr über die marokkanische Kultur erfahren kann. Wer nach dem ganzen Trubel etwas entspannen möchte, kann dem Dar Batha einen Besuch abstatten. Hierbei handelt es sich um einen Palast, in dem früher die Wesire residiert haben. Heutzutage ist im Palast ein Museum untergebracht. Ein Highlight ist in jedem Fall die Parkanlage, welche den Palast umringt. Exotische Pflanzen und hohe Palmen säumen die Wege. Ideal also, um die vielen Eindrücke von Fès in aller Ruhe Revue passieren zu lassen.

Casablanca – ein historisches, malerisches Städtchen an der Atlantikküste

Bereits im 7. Jahrhundert gab es erste Siedlungsformen auf dem heutigen Stadtgebiet Casablancas. Die marokkanische Metropole ist nicht erst seit dem gleichnamigen Film bekannt geworden. Über die Jahre hinweg hat sich die Stadt zu einem absoluten Touristenmagneten entwickelt. Bis weit ins 16. Jahrhundert hinein war Casablanca ein wichtiger Piratenstützpunkt für Seeräuber aus aller Welt. Mitte des 18. Jahrhunderts wurde die Stadt durch ein Erdbeben zerstört und etliche Jahre später errichteten Araber Casablanca neu. Heutzutage präsentiert sich den Besuchern eine vielseitig geprägte Stadt, die von vielen modernen Elementen geprägt wird. Eines der Wahrzeichen von Casablanca ist die Hassan II. Moschee, die im Jahre 1993 eingeweiht worden ist. Sie ist eine der größten ihrer Art und ihr Minarett ragt bis zu 200 Meter hoch in den Himmel Casablancas.

Casablanca ist ein Sinnbild des modernen, marokkanischen Lebensstils

Die marokkanische Metropole ist ein Beispiel für das moderne Marokko und dies zeigt sich bereits an der sehr guten Infrastruktur. Es gibt ein sehr gut ausgebautes Busnetz. Doch, eines der besten Fortbewegungsmittel sind immer noch die kleinen roten Taxis, Petit Taxi. Für wenig Geld kommt man überallhin. Beispielsweise zum Boulevard de Paris, eine der bekanntesten Flaniermeilen Marokkos. Entlang des Boulevards reihen sich wunderschöne Jugendstilbauten aneinander, die noch aus den Anfängen des 20. Jahrhunderts stammen. Auf der Suche nach einem außergewöhnlichen Mitbringsel kann man im Quartiers des Habous fündig werden. Auch traditionelle Töpfer- und Lederwaren werden an den vielen Ständen angeboten. Und, immer daran denken: Handeln ist hier ausdrücklich erlaubt.

Auch das Nachtleben von Casablanca bietet etliche Attraktionen

Entlang des Boulevard de la Corniche wechseln sich elegante Bars mit schicken Diskotheken ab. So präsentiert sich das junge Nachtleben Casablancas seinen Besuchern. Eine der modernsten Bars ist Le Mystique Garden, welche direkt an der schönen Uferpromenade liegt. Immer wieder legen bekannte DJs im Club auf, wobei der musikalische Schwerpunkt auf House und Techno liegt. Ein beliebter Treffpunkt, an dem es etwas ruhiger zugeht, ist Rick’s Café. Dort können Besucher auch ihre Drinks in einem wunderschön gestalteten Innenhof genießen. Casablanca ist mehr als nur ein normaler Urlaubsort an der marokkanischen Küste.