Alcaudete – eine Etappe auf der Vuelta Espana

Die Gemeinde Alcaudete liegt in der spanischen Provinz Jaen und hat durch den Radrennsport eine gewisse Berühmtheit erlangt. Alcaudete ist die siebte Etappe der Spanienrundfahrt und befindet sich entlang des berühmten Pilgerwegs Santiago de Compostela, auch bekannt unter der Bezeichnung Jakobsweg. Die Gemeinde hatte in früheren Zeiten einen wichtigen Standpunkt zwischen den Grenzen des maurischen und christlichen Reiches. Das Wahrzeichen ist die Burg von Alcaudete, die hoch oben über der Gemeinde thront. Die Überreste der Burg, mit dessen Bau im 13. Jahrhundert angefangen wurde, können bis heute besichtigt werden und besonders der Wehrturm aus dem 16. Jahrhundert ist eine Sehenswürdigkeit für sich. In den Sommermonaten finden in der Burg zahlreiche Events statt, wie etwa mittelalterliche Märkte oder Theateraufführungen. In den historischen Gebäuden können Besucher auch an einem mittelalterlichen Gelage teilnehmen.

Olivenhaine bestimmen das Erscheinungsbild von Alcaudete

Genuss wird in der Gemeinde groß geschrieben und, gerade in der Altstadt gibt es viele Restaurants, in denen traditionelle Gerichte angeboten werden. Kaninchen in einer würzigen Soße wird in vielen Restaurants angeboten und die Oliven, die in der Umgebung wachsen, sind ein wichtiger Bestandteil der Küche von Alcaudete. Die Gemeinde hat sich aber auch einen Namen gemacht als wichtiger Anbauort für Früchte aller Art. Mitte September findet genau hier der Concurso Comarcal Hortofruticola statt, bei dem die Anbaubetriebe ihre verschiedenen Erzeugnisse präsentieren. Die größten und schönsten Früchte in den einzelnen Kategorien, wie Melonen oder Äpfel, werden am Ende prämiert. Umrahmt wird das Ereignis von zahlreichen Aufführungen und Live-Musik auf verschiedenen Innenhöfen oder öffentlichen Plätzen.

In Alcaudete spielen Tradition und Religion eine große Rolle

Obwohl Alcaudete, verglichen mit anderen Gemeinden in Andalusien, eher klein ist, gibt es einen interessanten Veranstaltungskalender. Eines der wichtigsten Ereignisse religiöser Art ist die Semana Santa. Traditionell finden Umzüge statt, an denen die Heiligen der Region im Vordergrund stehen, wie etwa San Elías. Vom 14. bis 15. August wird die Heilige Jungfrau geehrt, wobei die Farbe Weiß eine große Rolle bei La Valeda spielt. Alcaudete übt auf seine Besucher einen ganz besonderen Charme aus. Hier kann man noch das ursprüngliche, romantisch anmutende Andalusien erleben.

Eine der schwierigsten Etappen der Vuelta Espana – die Gemeinde La Zubia

In der wunderschönen Region Sierra Nevada liegt die Gemeinde La Zubia, rund 5 Kilometer von Granada entfernt. Die Gemeinde befindet sich direkt am Anfang des Nationalparks der Sierra Nevada und ist daher auch so attraktiv für Wanderer und Trekking-Fans. Und, was hat La Zubia seinen Besuchern noch zu bieten? La Zubia hat einige interessante Sehenswürdigkeiten, die beispielsweise noch aus der römischen Besatzungszeit stammen. Dazu zählt ein gut erhaltener Altar, der mit zahlreichen, römischen Schriftzeichen versehen ist. Überreste des Altars befinden sich in der Altstadt von La Zubia, auf denen später ein Kreuz zu Ehren des heiligen Sankt Anton errichtet wurde. Besonders ist auch die kulinarische Kultur, die in La Zubia gepflegt wird. Es gibt viele kleine Restaurants, in denen die typischen Speisen der Region serviert werden. Dazu zählt etwa Kaninchen, das in einer Knoblauchsauce angerichtet wird.

La Zubia bietet sich für Ausflüge in die Sierra Nevada an

Die Sierra Nevada zählt zu den beliebtesten Wintersportgebieten in ganz Spanien und hat, neben verschneiten Gipfeln, auch noch ein mediterranes Klima zu bieten. Soy y Nieve ist einer der Hotspots für Freunde des Wintersports und in den Sommermonaten zugleich ein beliebter Ort für Mountainbiker. Die Sierra Nevada ist eines der höchsten Gebirge auf dem europäischen Festland und La Zubia liegt direkt am Anfang dieses imposanten Gebirges. Lust auf einen Ausflug nach Granada? Die Stadt liegt in der Nähe von La Zubia und ist Hauptstadt der gleichnamigen Provinz.

Die Alhambra in Granada besuchen

In Granada zeigt sich auf eindrückliche Weise der Einfluss der Mauren, wie etwa an der weltberühmten Alhambra. Die Festung mit angeschlossenem Palast befindet sich über den Dächern von Granada und kann ganzjährig besichtigt werden. Ein weiterer, prachtvoller Bau befindet sich im Herzen von Granada, die Kathedrale, die ein Beispiel für die Baukunst der Renaissance ist. An den Wochentagen finden Basare rund um die Kathedrale statt, auf der regionale Erzeugnisse und wunderschönes Kunsthandwerk angeboten wird. Die Gemeinde La Zubia und die umliegenden Regionen haben ihren Besuchern einige Attraktionen zu bieten und sind nicht nur während der Vuelta Espana eine Reise wert.

Ronda – die spanische Stadt vor einer imposanten Kulisse

Am Rande einer tiefen Schlucht liegt die andalusische Stadt Ronda, Etappe bei der spanischen Radrundfahrt Vuelta Espana. Sie liegt nur rund 60 Kilometer von Marbella entfernt und kann nur über schmale, beengte Bergstraßen erreicht werden. Und nach diesem Labyrinth können Besucher einen ersten Blick auf die kleine, wunderschöne Stadt werfen. Ein ganz besonderer Zauber liegt über dem Bergdorf und nicht nur die Anfahrt ist spektakulär. Der letzte Rest des Weges führt über eine historische Brücke, die Ende des 18. Jahrhunderts erbaut wurde. Über 98 Meter hoch ist die Brücke, die das historische Ronda mit dem modernen verbindet. Besonders ist, dass es ein modernes Informationszentrum gibt, in dem Besucher mehr über die Geschichte der Stadt, Fauna und Flora erfahren können.

Die Stadt kann auf eine lange Geschichte zurückblicken

Bereits zur Zeit der Römer war die Gegend rund um Ronda schon besiedelt, wie viele archäologische Funde bezeugen konnten. Einen Beweis dafür liefert beispielsweise das Amphitheater, das im alten Teil der Stadt steht. Die Kirche Santa Maria la Mayor ist eines der wichtigsten, sakralen Gebäude in Ronda, deren Bau sich über 300 Jahre hinzog. Heute erstreckt sich die Kirche über insgesamt zwei Etagen, die einen Einblick in die Baugeschichte der verschiedenen Epochen gibt. Ein weiteres wichtiges Denkmal in Ronda ist der Palast von Mondragon, das angeblich in früheren Zeiten als Wohnsitz eines großen Königs gedient haben soll. Der Palast liegt eingebettet in einen wunderschönen, exotisch anmutenden Garten und überall finden sich zahlreiche Anklänge aus der arabischen Welt.

Viele Feste locken die Besucher nach Ronda

Über das Jahr hinweg gibt es viele interessante Feste, die einen Einblick in die Kultur Andalusiens geben. Sehr farbenfroh und lebhaft gestaltet sich das Stadtfest, das den Namen Pedro Romero trägt. Das Stadtfest wird Anfang September veranstaltet und dauert rund eine Woche. Sehenswert sind in jedem Fall die Umzüge durch die Stadt und überall gibt es Tanz, Musik und gutes Essen. Noch bunter gestaltet sich die Faschingszeit im Februar oder März mit den traditionellen Paraden. Sicherlich ein guter Zeitpunkt, um dem kleinen Städtchen Ronda in den andalusischen Bergen einen Besuch abzustatten.

Córdoba – eine weitere Etappe auf der Strecke der Vuelta Espana

Die spanische Radrundfahrt führt neben Cadiz auch an Córdoba vorbei, einst eine der größten, europäischen Hauptstädte. Heute präsentiert sich dem Besucher ein abwechslungsreicher Mix aus Geschichte, Kultur und modernen Anklängen. Die Stadt lebt von ihrem andalusischen Flair, das sich in den vielen, romantisch anmutenden Gassen widerspiegelt. Córdoba ist eine Besonderheit für sich und bis heute wird hier der traditionelle Stierkampf gepflegt. Ein spezielles Ereignis ist die Feria de Córdoba, die im Mai gefeiert wird. Auf den öffentlichen Plätzen wird gefeiert und getanzt bis spät in die Nacht. Überall werden bunte Lampen aufgehängt und Besucher haben die Möglichkeit, einen Eindruck von den traditionellen Kostümen zu erhalten. Natürlich wird zu dieser Gelegenheit auf allen Plätzen auch Flamenco getanzt.

Die interessanten Sehenswürdigkeiten von Córdoba entdecken

Córdoba steckt voller Geschichte und hält einige Attraktionen für Besucher bereit. Das Wahrzeichen der Stadt ist La Mezquita, eine der größten Moscheen auf der ganzen Welt. Mit dem Bau wurde im 8. Jahrhundert begonnen und heutzutage erstreckt sich das imposante Gebäude über insgesamt 23.000 m². Im Inneren der Moschee befindet sich ein beeindruckender Kirchenschatz und ein wunderschön gearbeitetes Kruzifix aus Elfenbein. Ein Überbleibsel aus der arabischen Zeit der Stadt stellt Torre de Calahorra dar, das sich am südlichen Ende einer römischen Brücke befindet. Die Befestigungsanlage wurde im 16. Jahrhundert errichtet und bereits von weitem können die drei Türme erblickt werden.

Die kulinarischen Gaumenfreuden der andalusischen Küche entdecken

Die Stadt, besonders die Altstadt von Córdoba, ist voll an gemütlichen Restaurants, in denen zum Teil noch die andalusische Küche serviert wird. Hier können Besucher erfahren und, vor allen Dingen, schmecken, dass die spanische Küche mehr als Tapas und Paella zu bieten hat. Eine besondere Spezialität, die in fast jedem Restaurant auf der Karte gefunden werden kann, ist Cordero en Caldereta. Dies ist ein delikates, deftiges Lammragout, das mit Weißbrot und Gemüse gereicht wird. Am Abend lockt dann das Nachtleben von Córdoba. Ein beliebter Treffpunkt ist beispielsweise der Club Méson La Bulería, in dem kulturelle Darbietungen mit gastronomischen Highlights kombiniert werden. Auch Flamenco steht im Lokal auf dem Programm.

Orte entlang der Vuelta Espana – Cadiz in Andalusien

Cadiz ist die südlichste aller spanischen Provinzen und zeichnet sich unter anderem durch eine malerische Schönheit aus. Die Provinz verfügt über eine sehr lange Küste, die sich insgesamt über 260 Kilometer erstreckt. Genügend Platz also, um beispielsweise einen schönen Urlaub am Strand zu erleben. In Cadiz leben viele bedrohte Tierarten, denn der Schutz der Natur steht an erster Stelle. Es gibt insgesamt sechs Naturparks, die Platz für Wanderungen und ausgedehnte Spaziergänge bieten. Weiße Sandstrände mit flachem Wasser wechseln sich mit rauen Küstenabschnitten ab, was Cadiz ideal für Familien, Wassersportler oder Naturfreunde macht. Dies ist aber noch lange nicht alles, was die Provinz zu bieten hat. In der gleichnamigen Hauptstadt lassen sich viele Hinweise auf die lange Geschichte der Region finden. Immerhin diente Cadiz im 15. Jahrhundert als wichtiger Hafen für die großen Entdecker, wie Christopher Kolumbus.

Eine interessante Kulturlandschaft hat sich über die Jahre in Cadiz entwickelt

Viele kulturelle Einflüsse vereinen sich in Cadiz und machen die Stadt so besonders. Bereits vor Jahrhunderten muss das Gebiet schon bewohnt gewesen sein, was sich unter anderem an den Höhlenmalereien in Benalup zeigt. Es gibt sogar Hinweise auf römische Siedlungen, wie etwa in der Nähe von San Roque. Eine der imposantesten Sehenswürdigkeiten in der Hauptstadt ist die Kathedrale, die im 18. Jahrhundert erbaut worden ist. Von den Türmen aus können Besucher einen wunderschönen Blick auf weite Teile der Stadt erhaschen. Eine weitere Besonderheit ist La Santa Cueva, in der viele Werke des berühmten Malers Francisco de Goya bewundert werden können.

Cadiz ist eine beliebte Ferienregion der Spanier

Gerade in den Sommermonaten zieht es viele Spanier ans Meer und Cadiz hat sich über die Jahre hinweg zu einem beliebten Urlaubsziel entwickelt. Der Hafen von Cadiz ist bis heute Anlaufpunkt für viele internationale Kreuzfahrtschiffe, die einen oder mehrere Tage bleiben. Es ist immer wieder ein Ereignis, wenn einer der Ozeanriesen in den historisch anmutenden Hafen einläuft. Einer der bekanntesten Strände der Hauptstadt schließt sich direkt an die Altstadt an und trägt den Namen Playa la Caleta. Am Abend sorgt die Dämmerung für ein zauberhaftes, fast schon mystisches Lichtspiel.

Swinemünde auf Usedom – die größte Stadt der Insel

Świnoujscie, wie Swinemünde im polnischen Sprachgebrauch bezeichnet wird, ist die größte Stadt auf der Insel Usedom und wurde zu Anfang als preußische Hafenstadt gegründet. Heutzutage ist sie beliebtes Ostseebad und Hafenstadt zugleich, was sie zu einem attraktiven Urlaubsziel werden lässt. Dabei liegt Swinemünde nicht ausschließlich auf Usedom, sondern befindet sich zum Teil auch auf der Insel Wollin. Swinemünde gehört seit dem Ende des zweiten Weltkrieges zu Polen, wobei immer noch viele Deutsche in dem modernen, dennoch geschichtsträchtigen Seebad leben. Im Sommer lockt der breite, weiße Sandstrand viele Besucher an, die auch gerne die diversen Kureinrichtungen nutzen. Für Wanderfreunde hält das Hinterland viele Attraktionen bereit, denn an Swinemünde schließt sich eine wunderschöne Waldlandschaft an.

Viele historische Häuser liegen entlang der Strandpromenade

Die Promenade von Swinemünde ist eine Besonderheit für sich, denn hier ist es möglich, einfach über die Grenze zwischen Deutschland und Polen zu spazieren. Gerne bezeichnen die Einwohner ihre Promenade als „längste, europäische Flaniermeile“. Wo sonst ist schließlich ein Grenzspaziergang so einfach möglich? In der Nähe der Promenade und des Strandes liegt die Konzertmuschel, in der das ganze Jahr über viele Konzerte stattfinden. Der Strand von Swinemünde ist der breiteste auf ganz Usedom und eignet sich hervorragend für einen Ausflug mit Kindern, dank des flachen Wassers. In vielen Teilen ist der Strand von Swinemünde noch unberührt und wird nicht von den typischen Strandkörben bestimmt.

Der Polenmarkt gehört zu den Attraktionen der Stadt

Direkt hinter der Grenze beginnt der polnische Markt, der eine der Hauptanziehungspunkte für Touristen ist. Hier gibt es nahezu alles zu kaufen und die Preise bewegen sich auf einem sehr guten Niveau. Wer Lust hat, kann auch eine Tour mit der Pferdekutsche durch Swinemünde machen, welche am Polenmarkt gebucht werden können. Eine imposante Erscheinung, die das Stadtbild von Swinemünde bestimmt, ist der Leuchtturm, der im 19. Jahrhundert erbaut worden ist und bereits den berühmten Schriftsteller Fontane beeindruckte. Er ist der höchste Leuchtturm an der gesamten Ostseeküste. Eine weitere Attraktion von Swinemünde ist der Hafen, an dem viele Fähren anlegen. Auch hier ist die Geschichte von Swinemünde in vielen Teilen spürbar.

Ein Ort mit einer langen Geschichte – Peenemünde auf Usedom

Die Gemeinde Peenemünde kann auf eine lange Geschichte zurückblicken und zählte einst zu den größten Orten der Insel. Im Zweiten Weltkrieg wurden in Peenemünde Raketen entwickelt und zwar in der Heeresversuchsanstalt. Dort konnte auch im Jahre 1942 der erste Erfolg verzeichnet werden und es gelang, eine Rakete ins Weltall zu schießen. Mehr über diesen Teil der Ortsgeschichte können Besucher im Historisch-Technischen Museum Peenemünde erfahren, das im ehemaligen Kraftwerk untergebracht ist. Aber nicht nur geschichtlich gesehen hat Peenemünde einige Attraktionen zu bieten. Die Gemeinde liegt eingebettet in eine wunderschöne Landschaft, die in vielen Teilen noch nahezu unberührt ist. Mit etwas Glück kann man sogar einen der seltenen Seeadler in freier Wildbahn bewundern.

Das Ortsbild wird von militärischer Architektur geprägt

Bis heute ist die Geschichte in fast allen Teilen der Gemeinde spürbar. Überall erheben sich die Reste ehemaliger, militärischer Bauten und auch am Hafen ist die Vergangenheit immer gegenwärtig. Dort befindet sich das Maritim Museum Peenemünde, das in einem ehemaligen U-Boot untergebracht ist. Im Inneren des Museums gibt es eine interessante Ausstellung und täglich werden mehrere Führungen für Erwachsene sowie Kinder angeboten. Interessant für einen Ausflug mit der ganzen Familie ist auch das Spielzeugmuseum. Zahlreiche Künstler waren an der Gestaltung des Museums beteiligt und den Besuchern wird ein Einblick in die Geschichte des Spielzeugs gegeben. Die Sammlung umfasst einen Zeitraum von mehr als 300 Jahren. Dabei wird auch nie die militärische Vergangenheit der Region vernachlässigt und gekonnt mit den Exponaten verknüpft.

In den kleinen Gasthöfen kann die regionale Küche probiert werden

Es gibt in der kleinen Gemeinde Peenemünde viele Restaurants, in denen die typische Küche der Region angeboten wird. Dazu zählt beispielsweise Flunder, die traditionell mit Salzkartoffeln gereicht wird. Aber nicht nur kulinarische Genüsse, sondern auch musikalische Hörerlebnisse können in Peenemünde genossen werden. Im Herbst beispielsweise beginnen die Peenemünder Konzerte mit Künstlern und Orchestern aus dem Ostseeraum. Klassisches Musik steht dabei im Vordergrund, während in den Sommermonaten moderne Musik bei vielen Events präsentiert wird. Peenemünde ist in jedem Fall einen Besuch wert, denn es ist ganz anders als die bekannten Seebäder auf Usedom.

Seebad Bansin – Teil der kaiserlichen 3 Seebäder

Neben Heringsdorf und Ahlbeck ist Bansin ein bedeutendes Seebad auf Usedom, das bereits im Jahre 1897 gegründet worden ist. Es ist eines der kleinsten Seebäder auf der Insel und verfügt über eine wunderschöne Architektur auf engstem Raum. Prunkvolle Villen wechseln sich mit alter Bäderarchitektur ab, was einen Teil des Reizes von Bansin ausmacht. Die lange Strandpromenade bietet einen ungehinderten Blick auf die Ostsee. Gleichzeitig ist Bansin aber nicht nur Sonne, Strand und Meer. Im Hintergrund des Seebades schließt sich eine wunderschöne Wald- und Wiesenlandschaft an, durchbrochen von einem idyllisch gelegenen See. Der Schloonsee gilt als beliebtes Naherholungsgebiet, an dessen Ufern sich zudem noch die Gelegenheit bietet, seltene Wasservögel in natürlicher Umgebung zu beobachten.

Die Seebrücke gehört zu den bekannten Sehenswürdigkeiten

Über eine Länge von 285 Metern erstreckt sich die Seebrücke von Bansin und ist ideal, um der Ostsee auf dem Fußweg etwas näher zu kommen. Sie schließt direkt an den Sandstrand an, der an seiner breitesten Stelle etwa 50 Meter lang ist. Die Architektur von Bansin hält auch eine Besonderheit bereit. Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden an der Bergstraße von Bansin verschiedenen Villen in der typischen Bäderarchitektur, die auf „Lücke“ gebaut wurden. Eine Seltenheit, die bis heute noch bewundert werden kann. Lust auf etwas Kultur? In den Sommermonaten finden immer wieder Live-Konzerte in der Konzertmuschel statt, kombiniert mit anderen Events, wie Oper, Theater oder Musical.

Viele interessante Angebote für einen entspannten Urlaub mit der ganzen Familie

Ganz in der Nähe von Bansin, sozusagen in der Mitte der drei kaiserlichen Bäder, liegt die moderne Ostseetherme Usedom. Die Therme bietet ein großes, vielfältiges Angebot, das für jeden Geschmack etwas bereithält. Es gibt eine große Wellnesslandschaft, inklusive Sauna, Dampfbad und Solarium. Verschiedene Spa-Konzepte werden angeboten, wie etwa ein Balinesisches Spa Concept, das auf die Harmonie von Körper, Geist und Seele ausgelegt ist. Mehr über die literarische Landschaft des Seebades können Besucher im Hans-Werner-Richter-Haus erfahren, das einem der berühmtesten Bewohner von Bansin gewidmet ist. Das Museum ist im alten Feuerwehrhaus des Seebades untergebracht und in der Ausstellung können noch viele Originalschriftstücke und andere interessante Exponate bewundert werden.

Eines der bekanntesten Seebäder auf Usedom – die Gemeinde Heringsdorf

Heringsdorf zählt zu den ältesten Seebädern auf der wunderschönen Ostseeinsel Usedom und war schon in früheren Jahren Anziehungspunkt für viele gutsituierte Bürger und Adlige. Mondäne Bäderarchitektur und hochherrschaftliche Villen bestimmen das Erscheinungsbild des Seebades. Die Strandpromenade von Heringsdorf erstreckt sich entlang der Ostsee und gilt als eine der längsten in ganz Europa. Viele Maler und Schriftsteller haben sich von der einzigartigen Atmosphäre von Heringsdorf inspirieren lassen, wie etwa Thomas Mann oder Theodor Fontane. Und Heringsdorf ist auch als Mekka für Einkaufsfans bekannt, denn viele Edelboutiquen haben sich im geschichtsträchtigen Seebad niedergelassen. Es gibt auch viele Events, die ganz im Zeichen der Mode stehen, wie etwa The Bridge of Fashion. Diese Veranstaltungen finden direkt auf der langen Seebrücke von Heringsdorf statt.

Viele Veranstaltungen finden im Kaiserbädersaal statt

Ideal für Events aller Art ist der Kaiserbädersaal, der im Forum Usedom untergebracht ist. Imposante Kronleuchter an der Decke sorgen für das passende Licht und die modernste Präsentationstechnik macht den Saal ideal für verschiedene Veranstaltungen. In den Sommermonaten finden auch viele Konzerte oder Events direkt am Strand statt, beispielsweise in der Konzertmuschel. Beliebt sind die Kurkonzerte, die immer wieder ein großes Publikum anziehen. Lust auf etwas Spaß und Spannung am Roulette-Tisch? Das Seebad Heringsdorf hat, neben anderen Attraktionen, auch eine mondäne Spielbank zu bieten. Dort können Besucher die verschiedenen Glücksspiele ausprobieren, wie etwa Black Jack oder Poker.

 Mediterrane Architektur ist vorherrschend

Überall in Heringsdorf finden sich beeindruckende Villen, die noch aus der Gründerzeit des Seebades stammen. Zudem bestimmen viele grüne Parkanlagen das Seebad, sodass sich immer die Gelegenheit zu einem entspannten Spaziergang bietet. Über die Jahre hinweg haben viele bedeutende Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in Heringsdorf einen erholsamen Urlaub verbracht. Wellness wird im Seebad groß geschrieben und es gibt verschiedene Angebote, die zur Entspannung genutzt werden können. Dazu zählen auch Therapieangebote im Bereich Medical Wellness. Von der Seebrücke aus können Besucher einen Blick auf den angrenzenden polnischen Teil der Insel werfen oder die Steilküste sehen. Touristisch gesehen ist Heringsdorf sehr interessant, bedingt durch das bunte, kulturelle Leben und die Vielzahl an Veranstaltungen im schönen Seebad.

Deutsch-polnische Symbiose par excellence – die Insel Usedom

In der südlichen Ostsee liegt die wunderschöne Insel Usedom, die eine kleine Besonderheit unter den anderen Ostseeinseln darstellt. Hier haben Besucher die Möglichkeit, ein Stück deutsche und polnische Geschichte zu erleben. Oder einfach über die polnische Grenze zu spazieren. Möglich ist dies auf der längsten Strandpromenade in ganz Europa, die sich über die polnische Staatsgrenze erstreckt. Dieses Jahr wird das letzte Teilstück dieser besonderen Promenade eingeweiht und ab dann können Besucher der Insel durch das deutsch-polnische Tor spazieren, welches sinnbildlich für die Grenze steht. Und, auch auf dem Rest der Insel sind deutsche und polnische Einflüsse zu spüren. Rund 80 Prozent der Insel liegen auf deutschem Staatsgebiet und der Rest wird zu Polen gezählt. Größter Ort auf Usedom ist Świnoujście, auf Deutsch Swinemünde. Dort befindet sich auch einer der wichtigsten Häfen auf der Insel, von dem regelmäßig Fähren abgehen.

Kulturell hat die Insel einige Highlights zu bieten

Eine ganz besondere Attraktion, die jedes Jahr wieder im Veranstaltungskalender steht, ist Usedomer Musikfestival. Dieser Event gilt als einer der größten und bedeutenden im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Die Konzerte finden auf der ganzen Insel statt und Anfang Herbst geben nicht nur regionale, sondern auch international bekannte Künstler ihr Können zu Gehör. Der polnische Einfluss zeigt sich besonders in der Modeszene. Jedes Jahr im Sommer findet auf Usedom die Baltic Fashion statt, wo die neueste Mode von polnischen und deutschen Designern bewundert werden kann. Gekrönt wird die Veranstaltung von der Verleihung des Baltic Fashion Awards, die dann im Herbst stattfindet.

Heute herrscht Einigkeit zwischen dem deutschen und polnischen Teil Usedoms

Gerade nach dem Zweiten Weltkrieg gestaltete sich das Verhältnis zwischen der deutschen und polnischen Bevölkerung sehr schwierig. Zu dieser Zeit erfolgte auch die Abtrennung von Swinemünde. Erst nach dem Kalten Krieg änderte sich dieser Zustand und heute bietet die Insel einen Einblick in die abwechslungsreiche Geschichte der Gegend. Heute gilt Usedom als Vorbild für eine funktionierende Partnerschaft und Zusammenarbeit zwischen Polen und Deutschland. Es gibt viele Veranstaltungen, die bewusst Brücken zwischen den beiden Ländern schlagen. Dazu zählt etwa der deutsch-polnische Insel-Marathon, an dem viele Sportler teilnehmen.