Ein klares Statement für mehr Toleranz und gegen Diskriminierung – der Eurovision Song Contest 2014

Am Wochenende fand in der dänischen Hauptstadt der 59. Eurovision Song Contest ab und das Siegerland des Abends war Österreich. Der große, europäische Wettbewerb stand dieses Jahr unter dem Motto „Join Us“ und spätestens bei der Stimmauszählung hat sich gezeigt, dass es um mehr ging als nur um Musik. Sieger oder besser gesagt Siegerin des Wettbewerbs war Conchita Wurst, eine Erfindung des 25-jährigen, österreichischen Travestiekünstlers Thomas Neuwirth. Der Song „Rise Like a Phoenix“ stand dabei stellvertretend für ihren Kampf gegen Diskriminierung und was könnte passender sein als das musikalische Bild eines Phoenix, welcher der Asche entsteigt. Dieses Jahr stand nicht mehr nur die Unterhaltung im Vordergrund und der Wettbewerb wurde zu einem ernst zunehmenden Format.

Die Qualität der Beiträge war erfreulich gut

Es gab, musikalisch gesehen, schon schlechtere Jahre für den ESC. Manches Jahr fragte man sich als Zuschauer, wie wenig stimmliches und kompositorisches Talent eigentlich noch zur Schau gestellt werden kann. Das war dieses Jahr anders. Die musikalischen Beiträge waren zum größten Teil qualitativ sehr hochwertig, abgesehen von manch kleinen Schwächen. So wirkte beispielsweise der Beitrag Russlands etwas zu einstudiert und farblos, im Gegensatz zu den bunten Isländern, die zusätzlich noch eine Botschaft verbreiten wollten. Die Stimmung in der B & W Hallerne war ausgelassen und bei vielen Nummern klatschte oder tanzte das Publikum mit. Insgesamt gaben 26 europäische Künstler ihr Können zum Besten.

Die Niederlande und Schweden belegten die Plätze Zwei und Drei

Die niederländische Gruppe The Common Linnets bewiesen, dass auch Country-Musik im neuen Gewand einen Platz in der modernen Pop-Kultur hat und schafften es mit ihrer Nummer Calm after the Storm auf Platz Zwei. Nur zwanzig Punkte weniger erhielt die schwedische Sängerin Sanna Nielsen. Viele Fans des ESC verfolgten die buntem spektakuläre Show nicht nur am Fernseher, sondern reisten nach Kopenhagen, um ihre Lieblingskünstler zu unterstützen. Und nächstes Jahr findet der ESC dann in Österreich statt. Das Finale ist für den 16. Mai 2015 geplant und es darf mit Spannung erwartet werden, was es nächstes Jahr an überraschenden, musikalischen Beiträgen geben wird.